|
Emerson, Lake & Palmer - Pictures at an Exhibition |
|
|
|
Geschrieben von Anti-Dumb Rocker
|
|
29.01.2008 |

“We’re gonna give you Pictures at an exhibition”. Nach dieser Ansage von Bassist, Gitarrist und Sänger Greg Lake geht’s auch schon los. Für diejenigen, die das hier dargebotene Werk nicht kennen: Die „Bilder einer Ausstellung“ wurden 1874 von Modeste Mussorgski ursprünglich für Klavier komponiert und die einzelnen Sätze beschreiben Bilder, die Mussorgski in einer posthumen Ausstellung seines kurz zuvor verstorbenen Freundes, dem Maler Viktor Hartmann, betrachtete. Die Suite hat über zwanzig Bearbeitungen verschiedenster Interpreten für vermutlich genau so viele verschiedene Besetzungen hinter sich. Die bekanntesten Bearbeitungen dürften wohl Die Orchesterfassung von Maurice Ravel und die moderne, verrockte Version von Emerson, Lake and Palmer sein, womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären. Die Fassung von Emerson & co. wurde live aufgenommen und 1971 als drittes Album veröffentlicht. Allerdings spielen sie nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, das gesamte Werk, sondern nur Auszüge und spielen zusätzlich noch einige Eigenkompositionen, die auf Sätzen des Stücks basieren, nämlich The Sage, Nutrocker und The Curse of Baba Yaga. Zwischen „The old Castle“ und der dritten Promenade (die den dahinschreitenden Betrachter darstellen soll) liefern die drei Herren außerdem noch ein Blues Instrumental ab, das sich gewaschen hat!
Machen wir’s kurz: Die Band ist genial drauf, der Sound ist für eine Live-Aufnahme verdammt gut, Emerson, Lake and Palmer erweisen sich als würdige Interpreten des Originals. Trotzdem wurden zur selben Zeit auch Stimmen aus Erzkonservativen Kreisen laut, die Band „zerstöre“ mit ihren Adaptionen und Interpretationen die Klassik. Wie man auf so was kommen kann steht für mich allerdings in den Sternen. Auch wenn diese Version der „Pictures“ vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, hat sie doch Klasse, und Emerson, Lake & Palmer zeigen wieder einmal, dass sie nicht umsonst zu den Pionieren des Prog-Rock gezählt werden. Ich persönlich empfehle den Kauf der re-gemasterten CD-Auflage, die –quasi als Zuckerstückchen- noch eine stark gekürzte Studioversion des Stückes bietet.
Im Forum kommentieren |
|
Letzte Aktualisierung ( 29.01.2008 )
|