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Genesis - Invisible Touch PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
09.02.2010

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Genesis nach Peter Gabriel war anfangs gut (Trick of a Tail, Wind and Wuthering), danach grässlich (And then there were three) und in Folge zwar kommerziell erfolgreich aber irgendwie langweilig. Invisible Touch war eines dieser großen, erfolgreichen Alben. Herausgekommen 1986, gab es schnell gute Chartplatzierungen und praktisch jeder Song wurde als Single veröffentlicht. Es ist eines der extremsten Beispiele ausgeschlachteter Popmusik. Eigentlich mag ich ja Genesis, zumindest die frühen Zeiten, auch Phil Collins hat einige gute Songs.

Invisible Touch startet das Album und das ist ein Popsong, wie er auch auf einem Phil Collins Soloalbum stehen könnte. Ganz nett, aber leider auch etwas belanglos.
Tonight, Tonight, Tonight lässt bei mir immer eine Szene erscheinen:
(Rutherford und Collins sind im Studio:
Rutherford: „Hey Phil, hast du nicht noch einen Song der so wie In the Air Tonight oder Mama klingt?“
Phil: „Nein, aber gib mir 10 Minuten mit der Drum Machine und ich bastel was zusammen“ und so klingt das dann auch und während der Song gute Ansätze hat, ist er mit fast 9 Minuten viel zu lang, man könnte es locker auf 5 Minuten runter schneiden. Denn gerade der Synthie/Drum Machine Teil in der Mitte wirkt sehr überflüssig. Land of Confusion war der ganz große Single Hit, sicher auch wegen des richtig guten Videos, der Song ist schon gut.  Danach wird’s leider richtig fies. In too Deep ist so eine 80er Jahre Popballade und während Collins Solo da einige nette Songs in dieser Richtung hatte (Against all Odds), ist das hier ein kitschiger Reinfall. Grausam.
Tony Banks ist praktisch das „vergessene Mitglied“ von Genesis, er war immer dabei, aber wenn er nicht dabei gewesen wäre, hätte es auch niemanden gestört. Der von ihm geschriebene Song Anything she does zeigt das gut, man drückt hier gern die Skiptaste. Danach befinden wir uns wieder im Studio: Die drei von Genesis beraten was sie tun sollen und man kann sich direkt vorstellen, wie sie sich erinnern, dass Genesis früher mal eine Progressive Rock Band war. „Da müssen wir was machen“ und schon folgt Domino. Fast elf Minuten lang und tatsächlich Progressive Rock, gut es klingt etwas arg fies nach 80’s mit diesem Drumsound (Der Collins Drumsound, man erkennt immer, wenn Collins irgendwann mal für jemanden getrommelt hat) aber doch, das ist ein richtig tolles Lied. Auch das instrumentale Stück The Brazilian ist richtig gut gelungen. Leider sah sich die Band gezwungen zwischen beide Stücke nochmal ein richtig gruseliges Stück zu packen, fast so als wollte man dem Hörer sagen „Vergiss nicht, wir sind jetzt ne Popgruppe“. Throwing it all Away nennt sich dieser Filler.

Bleibt am Ende zu sagen, das Invisible Touch zwei richtig tolle Stücke bietet, ein interessantes aber zu langes Stück und einen netten Popsong (zwei, wenn man Invisible Touch jetzt wirklich mag). Der Rest ist auf gut deutsch gesagt Scheiße.

Bewertung
5,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 27.09.2011 )
 
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