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Gotthard - Domino Effect PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
18.06.2007

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Manchmal geschehen noch Wunder. Ab Mitte der 90er sind Gotthard sehr stark Richtung radiofreundlichem Rock gedriftet. Als Hausfrauenrockband wurden sie bezeichnet. Dann kam 2005 Lipservice und die Rückkehr zum etwas härteren Rock.
Gotthards Status hat beides nicht geschadet, in der Schweiz sind sie die zweiterfolgreichste Band nach Krokus (Die es aber wesentlich länger gibt) und wenn man es schafft 1 Million Alben in einem Land abzusetzen, das nur 7 Millionen Einwohner hat, ist das schon ein starkes Stück. Domino Effect erreichte, genau wie alle anderen der Band mit Ausnahme des ersten Albums, den 1. Platz der dortigen Charts. Die Schweizer haben definitiv besseren Geschmack als dieses große von Preußen verseuchte Nachbarland.

15 Songs, eine Spielzeit von 58 Minuten und das Ganze wurde in knapp 1 ½ Monaten aufgenommen. Erstaunlich, wenn man bedenkt das andere Bands 1 Jahr an einem Album rumschrauben. Los geht es mit einem Trio aus schönen Hard Rock Songs, der stärkste ist der Opener Master of Illusion, mit einem schön eingängigen Chorus. Jener ist auch eine besondere Stärke der Band. Neben den harten Rocksongs ,wie auch The Cruiser und Heal Me, gibt es natürlich einige Balladen, auch diese sind sehr schön gelungen ohne übermäßig kitschig zu wirken. Besonders gut gefällt mir da Falling. Die Single, die überraschend sogar samt Album bei RTL 2 promotet wurde, ist The Call. Natürlich sehr radiotauglich produziert, aber dafür mit einem schönen Gitarrenriff und Solo ausgestattet. Das Album bietet eigentlich alles, was man von Gotthard erwartet und könnte so schon fast als „Best of mit neuen Songs“ durchgehen. Die Produktion ist auch erstklassig.
Insgesamt ein großes Album, aber um Kritik zu üben: Zwei Songs, nämlich Come Alive und Where is love when its gone, hätte man sich schenken können, die klingen langweilig. Trotzdem ein mehr als empfehlenswertes Album für jeden Hardrock Fan.

Bewertung
9,5/10
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