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Grobschnitt - Ballermann PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
18.08.2007

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Grobschnitt hätte eigentlich einen größeren Bekanntheitsgrad verdient, aber selbst damals, in den 70ern, kamen sie nie so wirklich groß raus. Und das, obwohl sie einerseits gute Musik machten und andererseits auf der Bühne eine sehr einzigartige Mischung aus Pink Floyd und Genesis darstellten. Sie waren damals die einzige deutsche Band, die Licht- und Pyroeffekte benutzte und sich eben sehr oft verkleidete. Musikalisch waren sie auf ihrem Debütalbum noch auf Krautrock beschränkt, aber schon mit dem zweiten Album nahmen sie weitere Genres wie Spacerock und Progressive auf und mischten immer mal wieder ihren merkwürdigen Humor darunter.

Ballermann war eben jenes zweite Album, erschienen 1974 und enthält einen der großen Klassiker der Band: Solar Music. Bevor wir allerdings zu diesem Song kommen, muss man sich erstmal durch fünf andere kämpfen und deren Qualitäten sind eher schwankend.
Sahara beinhaltet erstmal ein gesprochenes Intro des Schlagzeugers in einem betont schlechten Deutsch/Englisch Mischmasch, das sogar Lothar Matthäus vor Neid erblassen lässt. Sahara fängt dann mit Gequake an und der Gesang bleibt betont „krautig“. Ein faszinierend dämlicher Track. Beim zweiten Song Nickel-Odeon der mit 9 Minuten schon etwas länger ist, übernimmt dann Sänger Wildschwein wieder das Mikrofon. Der Song weiß schon mehr zu überzeugen, ebenso wie Drummer’s Dream, das eher spacig rüberkommt und an das einige Jahre später erschienene Rockpommel’s Land erinnert. Morning Song und Magic Train folgen und das sind zwei Lieder die ganz nett sind, aber irgendwie nichts an sich haben wo man denkt „Wow das ist genial“. Eben guter Durchschnitt.
Und dann folgt noch Solar Music. Die 33 Minuten mussten damals natürlich in zwei Teile geteilt werden und sind größtenteils instrumental. Lediglich am Anfang gibt es ein wenig Text und man ist froh wenn man das hinter sich hat, denn die Musik ist richtig genial. Eine lange Jamsession die alle Stile Grobschnitts umfasst und auch trotz der Länge zu überzeugen weiß.
Ballermann hat viel Licht und eben auch Schatten, aber allein für Solar Music muss man dieses Album einfach besitzen.

Bewertung
7,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 18.08.2007 )
 
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