Home arrow Musik arrow Heaven & Hell - Live at Radio City Music Hall 19 Mai 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Heaven & Hell - Live at Radio City Music Hall PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
02.11.2007

Image 

Manchmal geschehen doch noch Wunder. Zweimal trennten sich Dio und Black Sabbath, eine zweite Reunion hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten und dann geschah sie doch noch. So fanden sich Dio, Iommi und Butler zusammen, lediglich Bill Ward hatte keine Lust, was verschmerzbar ist, ein guter Schlagzeuger ist er ja seit Jahren schon nicht mehr. Dafür gibt’s Vinnie Appice. Schlagzeuger auf Mob Rules und Dehumanizer.
Warum das Ganze nun nicht Black Sabbath sondern Heaven and Hell heißt, ist immer noch nicht ganz geklärt. Ein logischer Grund dürfte aber wohl die Tatsache sein, dass hier eben nur Songs von den Alben mit Dio gespielt werden und der durchschnittliche Black Sabbath „Fan“ dürfte die meisten dieser Songs gar nicht kennen und dann sauer sein wenn Paranoid, War Pigs oder Iron Man fehlt. Diese Songs werden zum Glück nicht gespielt.

Dafür aber eben jede Menge Songs, die es noch nie auf ein offizielles Livealbum der Band schafften. 15 Songs sind es insgesamt mit nicht ganz 2 Stunden Spielzeit. Die Playlist lässt jedenfalls so gut wie keine Wünsche übrig (Mir fehlt eigentlich nur Letters from Earth). Vertreten sind die ganz großen Klassiker wie Heaven and Hell, Mob Rules, The Sign of the southern Cross oder (endlich) Die Young. Dehumanizer wird zum Glück auch beachtet, mit I, Computer God und (After all) The Dead. Dieser Song ist nach dem Instrumental E5150 auch der erste Track. Eine ungewöhnliche Wahl um ein Konzert zu starten, geht dieser Song ja eher in die Kategorie Doom und ist dementsprechend langsam. Neben altbekanntem gibt es aber auch was Neues auf die Ohren, von der unlängst veröffentlichen Best-of (The Dio Years) wurden zwei der drei Neugeschriebenen Songs ins Konzert gebracht. Nämlich The Devil Cried und Shadow of the Wind. Beide Songs klingen hier um eine ganze Ecke besser als in der Studiofassung und generell ist der Sound extrem genial. Iommis Gitarre ist scheinbar noch tiefer, Butlers Bass ist gut zu hören und Dio ist eben Dio. Unglaublich wie gut der mittlerweile (mit 65) wieder klingt, wenn man sich mal Holy Diver Live zum Vergleich ranzieht. Vor allem der Schrei am Anfang bei Mob Rules ist unglaublich und auch sonst steckt da ganz viel Kraft in der Stimme. Was vor allem bei Songs wie I sehr hilfreich ist.  Selbst Vinny Appices Drumset klingt halbwegs anständig und nicht wie sonst nach Pappschachtel. Überzeugt wird auch mit viel Spielfreude, etwas das man bei Black Sabbath (mit Ozzy) in den letzten Jahren stark vermisst hat. Es wird ein bisschen improvisiert, es gibt Effektspielereien und die Solos klingen auch etwas anders. Bleibt zu sagen: Kaufen!

Bewertung
9,5/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page