Home arrow Musik arrow Hulk Hogan and the Wrestling Boot Band - Hulk Rules 19 Mai 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Hulk Hogan and the Wrestling Boot Band - Hulk Rules PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
27.09.2010

Image 

Das schlimme am Whiskey ist, das man mitunter auf blöde Ideen kommt. Eine davon war in meinem CD Schrank zu wühlen und da fiel mir Hulk Hogans Musik CD in die Hände.
Hulk Hogan machte Musik? Ja, es ist nicht sonderlich bekannt, aber neben Wrestling und Schauspielerei hat der Hulkster auch noch anderes versucht. Wobei er ja gern betont, dass er vor seiner Wrestlingkarriere Bassist in einigen Bands war. Die meisten Bassisten sind ruhig, zupfen auf ihren Saiten und nerven nicht, aber Hogan wollte wohl so sein wie Geddy Lee. Shit happens.
Die WWF brachte einige Alben heraus, wo die Wrestler „singen“ wie etwa Wrestlemania the Album oder Piledriver, Hogan hielt sich da aber immer zurück und stieg lieber in den Ring. Alles sollte sich ändern als er zur WCW kam, plötzlich wollte er noch mehr Filme drehen und auch Musik machen und singen. 1995 soll dieses Album erschienen sein. Man will das nicht glauben.
Die Wrestling Boot Band besteht aus Hulk Hogan, Linda Hogan, Jimmy Hart und John Maguire den niemand kennt, nicht mal Google. Immerhin ist mit Jimmy Hart ein richtiger Musiker dabei. Neben einigen bekannten Entrancesongs wie jenem von Shawn Michaels war er in den 60ern auch richtig erfolgreich in der Band The Gentrys (z.B. Keep on Dancing), die einige größere Hits hatten.
Hulk Rules erreichte die Top 10 der US Billboard Children Charts…

Kommen wir zum Album. Dieses umfasst 10 Lieder und dauert 29:34 Minuten. Das ist nicht viel.
Zum Glück!
Hulkster’s in the House dröhnt als erstes aus den Lautsprechern.
Ein billiges Simpelriff unterlegt von einem simplen Schlagzeugbeat. The Hulkster’s in the House….check him out, check him out.  When the going get’s tough, the tough get rough.
Hey hey, ho ho...come on let's go
Hey hey, ho ho...come on let's go
Meine Güte ist das fies.
Song Nr. 2 kennt dann jeder: American Made. Hogans Entrance theme aus der WCW das ein billiger Rip-Off von Real American (Das von Rick Derringer stammte) ist.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. Holy Crap. Wer die zwei Songs überstanden hat darf jetzt einen billigen Synthiebeat (mit Digi-Cowbells von nem Casio Keyboard!) ertragen und Hulk Hogan der rappt.
DER HULKSTER RAPPT.
Holy fucking shit. Ich lieg vor Lachen schon am Boden.
Wer hat ihm das eingeredet? Warum denken Wrestler das sie rappen können? Hogan war nur der Beginn einer peinlichen Reihe von Rapalben wie dem Dreck von John Cena oder Macho Man Randy Savage’s Be A Man Album.
Es ist so scheiße, man kriegt nen Lachkrampf.
Oh my God
Check out the pump, brother!

Want a gnaw?
What's up, dude?

I was born, I was bred, I was southern fed
I got a crazy idea runnin' through my head
California is the place that I had to be
Then a speech in the pit really set me free

Hey check out the pythons baby
Would you look at that
Hey check out the pythons baby
The Hulkster's back

I was hangin', I was bangin', I was turnin' it on
Everybody on the beach knew it wouldn't be long
I took a belt, it was Flair's, I don't really care
In the hands of the Maniacs we can all share
(Inklusive nem Shoot gegen Ric Flair, WOW!)

Der nächste Song Wrestling Boot Travelling Band erinnert an diese fiesen Casio Keyboarder die man in schlechten Hotels antrifft.
Furchtbar. Hier sing Jimmy Hart, Hogan nicht, ein Glück.
Bad to the Bone startet mit Motorradsound und ist zum Glück kein Cover des bekannten Songs (Sonst wäre der Terminator sauer geworden) sondern klingt sehr extrem nach 80er Jahre Glam Metal Marke Poison. Schlechter als Poison und ja, das ist möglich. Der Song ist schon wieder so scheiße das man lachen muss. Das ist sicher der Partyhit in Nilbog.
C'mon baby we're a-going for a ride
Put your arms around me and a-hold on tight
Turn up the music 'cause we wanna hear it loud
The girls all know that it's a boy's night out

'Cause we're bad, bad, bad...to the bone
To the bone
Man muss dazu sagen, das der Sänger, wer immer es ist (nicht Hogan, nicht Hart) stimmlich nicht zum Text past.
Es hat wieder was von Poison – Poison in richtig schlecht.

I want to be a Hulkamaniac…das war das Entrance Theme von Dave Sullivan in der WCW und musikalisch ist das ein völliger Rip-Off von Owen Harts WWF Theme (Jenem als er King of Harts war und gegen seinen Bruder Bret fehdete). I wanna be a Hulkamaniac, have fun with my family and friends….und dann rappt Hogan schon wieder (noch viel schlimmer als die Rapversuche von DJ Bobo!). Meine Güte ist das trashing: "Can you feel the music, can you feel the beat? You don't need drugs to move your feet!". Nope ich brauch aber ne verdammt große Ladung Whiskey um dieses Album durchzustehen.

Beach Patrol ist Song Nummer 6. Wildes Gescratche am Anfang und dann kommt ein „Beat“ der so klingt als käme er von einem Mega Drive. Hmm, klingt nach Beat ‘em Up, so in der Richtung Two Crude Dudes (Nicht Streets of Rage, das hatte wesentlich genialere Musik als das hier). Der Text muss her:
I was walkin' down the beach lookin' for some action
Had my radio set on a rap rap station
Saw a girl in trouble, a sticky situation
She wanted me to give her mouth-to-mouth recesitation

We are the Beach Patrol
We want to party, party, party
We are the Beach Patrol
We want to party, party, party

We were cruisin' down the beach checkin' out the action
Had my radio rockin' to a heavy metal station
Puttin' on some shades, tryin' to catch some rays
When I caught the lifeguard messin' with my babe

Whoop there it is, whoop there it is
You better watch out here comes my boyfriend
Pump it up, pump it up, pump up the bass

Whoop there it is, check it out, check it in
You'll be six feet deep if you touch my girlfriend
You know this homeboy can lose control
You just don't mess with the Beach Patrol

Pump it up, pump it up, pump up the bass
Hey girlfriend!
Yo dudes, should we call 911?
Whoops there it is, slam into it baby, slam into it, slam into it...homeboy
Backseat baby...when you're ready
Yo dudes!
Hey girlfriend
Whoop there it is, whoop there it is, whoo-whoo-whoo-whoo-whoop there it is

Ich hab das nicht erfunden, das ist der Text zu dem Song und wer bei diesem Unsinn nicht vor Lachen unterm Tisch liegt hört auch Vanilla Ice und cruised “straight tru da hood” (oder irgendwie so)
Und ja, Hogan rapt wieder…

Welcome to the fucking 80’s mit einem quitschigem Synthieintro starten wir zu Hulk’s the One. Gesungen wird das von Linda Hogan und gerade aus heutiger Sicht ist das verdammt witzig. In dem Song singt sie darüber das Hogan ja so „bad to the bone“ wäre (Hatten wir das nicht schon?) und das alle Freunde sie vor ihm warnten aber er wäre der einzige für sie. Witzig, vor kurzem hat sich Linda von Hogan getrennt, ihm ne Stange Geld und alles bis hin zu nem Toilettendeckel abgeklagt um sich an einen 20jährigen Loser ranzumachen. Aber Hogan’s the only one for her…. Der Song klingt wie gesagt nach früher 80er Popmusik in wirklich mies. Linda kann nicht singen, da hilft auch alle Techniktrickserei nicht.
You're the one...the only one
Hulk's the only one for me
He's the man...the only man
Hulk's the only man for me

You had me hooked from that very first look
You got me down on my knees
When you turned on the charm, I heard the alarm
I should have called the police

My friends all tell me I'm under your spell
But I'm too blind to see
You held on so strong and then you are gone
You turned the lights out on me

Jetzt wird es lustig mit Hulkster in Heaven, eingeführt von einem trötigen KeyboardIntro folgt eine schnulzige Ballade oder zumindest der Versuch sowas zu machen. Die Geschichte dazu ist, das Hogan vor einer WWF Show ein Kind traf das an Krebs litt, nach dem Event erfuhr er dass das Kind vor Beginn der Show gestorben wäre oder irgendwie sowas. Hogan hat zwar viel für Kinder getan, gerade für kranke durch die Make-A-Wish Foundation in seinem Buch schreibt er das dies alles im Wembley Stadion passiert wäre, wo Hogan aber nie auftrat. Lassen wir das so stehen, es ändert so oder so nichts dran das dieses Lied so fies kitschig und unerträglich ist, das man wegrennen will.

Der letzte Song bietet ne Drum Machine (mit Hall!) und die Gitarre von Song 1. Irgendwie klingt das schon wieder so ein bisschen nach Owen Harts Theme nur auf rockig.
 
When he steps into the ring he's ready for a fight
His twenty-four inch pythons are loaded up tonight
Everybody's talking trash, but he knows that talk is cheap
If you mess with the Hulkster he'll rearrange your teeth

Whoa...whoa...the Hulkster rules
Whoa...whoa...the Hulkster rules
Oh yeah!
Noch viel geiler als diese Lyrics ist das Saxophon Solo. Eddie fucking Money kann Saxophon Solos bringen – in den 80ern. Das hier ist nur noch schlecht, es klingt wie das Saxophon aus dem 80er Jahre WWF Intro. Aber der Song ist schon wieder so trashig das er geil ist…irgendwie, mit viel Whiskey.

Ich habe es überstanden. 30 Minuten können so schlimm sein. Es war immerhin besser als ein Limp Bizkit Album, soviel muss man sagen. Das Album wäre wohl ganz amüsant wenn es irgendwann zwischen 1985 und 1988 erschienen wäre, so klingt es nämlich. Man ist fast schockiert, wenn man herausfindet, dass es 1995 produziert wurde. Andererseits passt das wieder, da die 90er das musikalisch schlimmste Jahrzehnt war, dieser Trash ist also dort gut aufgehoben. Allerdings ist es eben für einige Lacher gut und irgendwie muss man dieses Trainwreck einfach mal gehören haben.
Eine Wertung erspare ich mir, da man dieses Album nach rationalen Maßstäben einfach nicht bewerten kann…

 
< Zurück   Weiter >
Top of Page