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Iron Maiden - A Real Life Dead One |
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Geschrieben von ShadowAngel
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23.03.2008 |
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1993 haben Iron Maiden innerhalb eines halben Jahres gleich zwei Alben veröffentlicht, Livealben wohlgemerkt. Beides waren jeweils Einzel CDs und man kann da wohl schon von Rip-off sprechen. 1998 wurden beide CDs genommen und in ein Doppelalbum umgewandelt. Das ist zumindest ein wenig fairer. Trotzdem muss man sich fragen, was damals in Maiden gefahren ist, innerhalb eines Jahres gleich 3 Livealben zu veröffentlichen und davon dann auch noch Singles zu veröffentlichen, ist wahrlich maßlos übertrieben. Aufgenommen wurde das Ganze zwischen 1992 und 1993 auf unterschiedlichen Konzerten. Es ist also mal wieder nur Stückwerk.
Aufgeteilt sind beide CDs in neue und alte Songs. CD1 ist A Real Dead One mit Songs bis zum 1984er Powerslave Album. 12 Stücke mit einer Spielzeit von knapp einer Stunde sind nun auch nicht überragend. Generell frage ich mich vor allem immer bei Livealben, warum man die Disc nicht voll macht - genug Material sollte es doch geben. Was sofort auffällt, ist der Sound. Hat man es hier mit einem etwas besseren Bootleg zu tun oder einer schlechten Studioproduktion? Es klingt mies. Die Instrumente verirren sich in einem Soundmatsch, der aber sogar Sänger Dickinson noch ab und zu übertönt und das sollte eigentlich nicht sein. Spaß macht das Hören dieser CDs so nicht. Überzeugen kann hier lediglich teilweise die Auswahl: Sanctuary, Prowler, Transsylvania… das sind Songs die nur selten von Maiden präsentiert bekommt. Der Rest ist altbekannt. Run to the Hills, Number of the Beast und die weiteren Pflichtitel.
CD 2 ist dann A Real Live One. Auch diese erreicht nicht ganz 1 Stunde Spielzeit. Hier werden nur Songs von Somewhere in Time bis zu Fear of the Dark berücksichtigt. Die Songauswahl kann aber nicht wirklich überzeugen, man konzentriert sich zu stark auf das durchschnittliche No Prayer… Album und lässt wirklich gute Songs aus. Muss man ständig Can I play with Madness (Das hier vor allem beim Intro furchtbar schräg vorgetragen wird) bringen? Warum mal nicht was anderes von der Seventh Son? Wie wärs mal mit mehr Beachtung für das tolle Somewhere in Time Album? Wer will schon Tailgunner hören… Überzeugen können da nur Fear of the Dark und Be Quick or be Dead.
Was neben dem schlappen Sound noch besonders negativ auffällt, ist die Band selbst. Man hat fast den Eindruck, sie waren froh als diese Tour zu Ende war. Sie nudeln hier gelangweilt die Songs runter, geben sich bei den Solos nicht sonderlich viel Mühe und es ist schon erstaunlich, dass man hier nicht diverse Verspieler hört (Man hat vielleicht nachgebessert). Richtig katastrophal ist aber Bruce Dickinson. Er hatte keine Lust mehr und das hört man noch deutlicher als beim Livekonzert Raising Hell. Man hat teilweise den Eindruck er schläft grad ein und wenn er mal ein wenig lauter singt, versagt seine Stimme. Grausam.
Insgesamt gibt es hier also keine 2 Stunden uninspirierte Iron Maiden, mit einem Sänger, der weg will, zu hören. Das Ganze in einer Qualität, die man so nicht professionell nennen will. Lieber drauf verzichten und Live after Death oder Rock in Rio kaufen.
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