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Iron Maiden - Brave New World PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
30.05.2007

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Juhu, Blaze Bayley ist weg. So ging es wohl vielen Fans, als sie diese Meldung vernahmen. Doppeltes Juhu, Bruce Dickinson und Adrian Smith sind wieder da. Aber auch so konnte es ja nur besser werden.
Nach einer erfolgreichen Reunion Tour folgte auch bald das erste Album. Brave New World ist natürlich nach dem Buch benannt.

Auffällig ist wieder mal die Länge des Albums. 10 Songs und eine Spielzeit von rund 67 Minuten. Leider liegt darin auch der größte Kritikpunkt, denn die meisten Songs sind zu lang gestreckt und nerven mit zig Choruswiederholungen, die so niemand braucht.

Los geht es mit The Wicker Man, basierend auf dem britischen Kultfilm (Der mittlerweile ein mieses Remake bekam, aber das nur am Rand), der Song rockt gleich kräftig los. Klasse Teil in bester Maiden Opener Manier. Ghost of the Navigator ist schon um einiges länger, bietet sogar wieder ein paar Progelemente. Brave New World ist auch ein toller Song, aber man könnte den wohl locker auf 4 Minuten runterschneiden, wenn man den Chorus nur ein oder zweimal bringt. Ein tausendfach wiederholter Chorus gehört in ein Konzert, wenn das Publikum mitgröhlen kann und das toll klingt, aber nicht auf ein Studioalbum.
Auffällig wird spätestens hier der schlechte Sound. Kevin Shirley war der neue Produzent und irgendwie passt der nicht. Man hat das Gefühl, er kommt aus der Popwelt. Maiden hatten auf dem Album drei Gitarristen, aber wo zur Hölle sind die denn? Man hört das kaum. Auch das Schlagzeug klingt platt, vor allem die Bassdrum klingt so unglaublich dünn, dass man hier nicht mehr von Bass sprechen kann. Wobei das interessanterweise von Song zu Song unterschiedlich ist. Bei Brave New World klingt sie mies, beim folgenden Blood Brothers irgendwie besser.
The Mercenary ist nett. Dream of Mirros hat einen absolut beschissenen Anfang (Dickinson klingt da irgendwie schlecht) und ist auch der längste Song des Albums. Wieder wird das durch die tausendfach wiederholten Choruse erreicht und hier nervt das absolut. Der Song wäre wirklich klasse, wenn man darauf verzichtet hätte.
The Fallen Angel ist kurz und gefällt mir nicht. The Nomad klingt nett, aber der ist auch wieder so unnötig lang. Out of the Silent Planet ist ein toller Song, hier hat man praktisch alles richtig gemacht. The Thin Line between Love and Hate, überzeugt vor allem durch nette Tempo- und Stilwechsel so wie man sie von früher kennt.

Brave New World ist ein Album mit Licht und Schatten. Man ist froh, das Smith und Dickinson da sind, man vermisst nach wie vor Martin Birch. Die Produktion ist schlicht katastrophal. Auch sind einige Songs nur Durchschnitt und diese extremen Längen hätte es doch nun wirklich nicht gebraucht.
Das Album war trotzdem das beste seit Seventh Son.

Bewertung
7,5/10
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