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Vor langer, langer zeit, lebte hinter dem großen Ozean ein Mann, der sich ausschießlichin Schwarz kleidete, so dass ihn alle nur den Man in Black nannten. Nun, dieser Mann war ein großer Zauberer, und sobald er die Seiten seines magischen Instrumentes anschlug und seine Stimme erhob, waren die Leute gebannt und lauschten nur mehr den Klängen des Zauberers. Nun, dieser Mann nannte sich Johann Bargeld, und über lange Jahre kannte ihn jeder Mensch im ganzen Land... ...Upps, falscher Film, sorry. Ähem. Also: Nachdem Johnny Cash (der verständige Leser wird ihn schon erkannt haben) die 60er Jahre, die 70er Jahre, und sogar in den Anfängen der 80er Jahre sehr erfolgreich (allerdings auch sehr tablettensüchtig) gewesen war, gings mit seiner Karriere steil bergab; Nicht zuletzt wegen der zunehmenden Kommerzialisierung der Countrymusik. Cash wurde immer unbekannter und brachte auch musikalisch in dieser Phase nichts wirklich gelungenes mehr zustande. In der Mitte der neunziger Jahre aber erinnerte sich Produzentenlegende Rick Rubin an ihn und nahm mit ihm die sogenannten American Recordings auf, dessen erste „Folge“, ‚American Recordings’ hier Reviewgegenstand ist. Der Opener, Delia’s Gone, ist schon mal ein typisch bitterböser Cash-Song, auf dem er in Dur darüber singt, seine Freundin umzubringen. Leider ist dieser Ohrwurm auch schon der Höhepunkt des Albums. Der Rest der Scheibe kommt da bis auf einige wenige Tracks (von insgesamt 13) kaum ran. Ein weiterer hörenswerter Song ist auf jeden Fall Let the train blow the whistle. Einen Pluspunkt gibt’s zudem noch für die Schlichte des Albums. 11 Songs sind in Rick Rubins Wohnzimmer aufgenommen worden (steht zumindest im Booklet), dazu gibt’s noch zwei Live-Aufnahmen aus dem Viper-Room. Als Musik nebenher fürs Abendessen sind die ruhigen, melodischen Stücke besonders empfehlenswert, wenn man sich voll darauf konzentrireren will, werden die meisten Songs aber au dauer leider etwas langatmig. Insgesamt ein recht gelungenes Album , nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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