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Kansas - Leftoverture PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.01.2008
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Kansas werden ja gerne mal fälschlicherweise in die AOR-Ecke geschoben, weil man meist nur die zwei großen Hits der Band, Carry on Wayward Son und Dust in the Wind, kennt und wohl denkt, dass sie immer so klingen. Zumindest in den 70ern aber (gerade wo sie diese beiden Hits hatten) waren Kansas eine Progressive Rock Band, zwar des Öfteren  mit einem starken Blues und Hard Rock Einschlag, aber das macht die Musik ja nur interessanter.
Leftoverture ist das vierte Album der Band und damals auch das wichtigste, da die beiden Vorgänger zwar tolle Scheiben waren, sich aber kaum verkauften. Der Druck des Labels war da und man stand unter Zugzwang - und einer Schreibblockade, woraus sich auch der Titel des Albums ergibt, es wurden tatsächlich einige alte Songs aus der Schublade geholt.

Was allerdings nichts über die Qualität aussagt, denn das im Oktober 1976 erschienene Album ist sehr gelungen. Acht Songs mit einer Spielzeit von 43 Minuten werden gleich vom großen Hit, Carry on Wayward Son, eingeleitet. Der Song ist quasi das Sequel zu The Pinnacle vom Album Masque und einfach ein toller Klassiker.
The Wall beginnt dynamisch mit einer Gitarre, verwandelt sich dann allerdings in eine erstaunlich ruhige Ballade mit viel Bombast. Das sollte ja ab dem Album das Markenzeichen von Kansas werden, dieser riesige Bombast bestehend aus Schlagzeug, Keyboardlayern und Violine. What’s on your Mind geht dann wieder rockiger von der Hand und ist einfach ein toller Song. Danach schwenkt Leftoverture endgültig zum typischen Kansas Progsound um Miracles out of Nowhere,  Opus Insert und Questions of my Childhood untermauern das sehr deutlich und sind wohl am besten dafür geeignet, jemanden an diese Band heranzuführen. Cheyenne Anthem bringt uns dann die Synthies näher und ist irgendwie ein merkwürdiger Song, er fängt sehr ruhig an und in der Mitte wird der Song merkwürdig. Ein Kinderchor kommt, dann verändert sich die Musik und sie erinnert mich irgendwie an Zirkusmusik. Das mag komisch klingen, aber irgendwie passt es wohl zu diesem Song. Trotzdem für mich der schwächste Song hier, was aber nicht bedeutet, das er so schlecht ist, eher eben nicht auf dem sonst hohen Niveau.
Magnum Opus ist der längste Song und wohl auch der progressivste und bombastischte. Was hier an Keyboard und Synthielayern aufgefahren wird ist schon klasse, denn es klingt einfach gut und nicht billig wie man es sonst so oft aus den 70ern kennt. Bis auf einen kurzen Gesangsteil im ersten Drittel ist das Stück rein instrumental. Der Song ist auch einfach nur genial und untermauert die Klasse dieser Band, welche einfach perfekt zusammenspielt. Nebenbei gesagt, würde ich jedem empfehlen sich mal Kansas live anzusehen, das ist ein Erlebnis.
Leftoverture ist das beste Album der Band. Sieben geniale Kompositionen mit vielen Klassikern. Das muss man einfach haben.

Bewertung
9,5/10
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