Home arrow Musik arrow KISS - Destroyer 11 Februar 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
KISS - Destroyer PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
09.02.2010

Image 

Nachdem die ersten drei Studioalben der Band nicht die erhofften Megaerfolge waren, versuchte man das Glück mit einem Livealbum. Auch wenn Alive!, wie man weiß, mehr oder weniger ein kompletter Studiofake ist, war es ein überraschender Erfolg. Diesen versuchte man mit einem neuen Studioalbum weiter auszubauen. So ein großer Plan braucht einen großen Produzenten. Während Alive noch von Eddie Kramer produziert wurde, der auch bei den Nachfolgern am Mischpult saß, holte man für Destroyer einen der heute bekanntesten Produzenten: Bob Ezrin. Dieser hat sich bis dahin vor allem mit der Produktion der Alben von Alice Cooper einen Namen gemacht.
Bob Ezrin hob die Band quasi auf den nächsten Level. Nicht nur das nun endlich auch der Sound auf dem Album stimmte, er war auch maßgeblich an der Stiländerung von Kiss beteiligt. Man spielte zwar immer noch Hard Rock, reicherte diesen nun aber auch mit Akustikgitarren, einem Orchester, einem Kinderchor und vielen Soundeffektspielereien an. Auch markiert Destroyer den Beginn der Zusammenarbeit mit anderen Musikern beim Songwriting. 

Auf Destroyer finden sich einige Songs, die teilweise sogar bis heute noch von Kiss bei Konzerten gespielt werden und zu den großen Klassikern zählen. Allen voran natürlich Detroit Rock City, Shout it out Loud, King of the Night Time World und vor allem God of Thunder (Bei MTV Unplugged haben Kiss davon eine sehr ausgefallene Countryversion gebracht). Der erfolgreichste Song von dem Album ist Beth, geschrieben und gesungen von Peter Criss und ein Song der im starken Kontrast zum sonstigen Sound von Kiss hat. Denn die anderen drei Mitglieder sind hier gar nicht dabei, stattdessen singt Criss  unterlegt von einem Piano und einem Orchester seine Herzschmerz Ballade. Ein weiterer guter rockiger Song ist dann noch Flaming Youth. Leider fällt der Rest dagegen etwas ab.  Great Expectations sollte eher mit niedrigen begegnet werden, mich zumindest nervt der Kindchor hier ganz extrem. Sweet Pain ist der typische Gene Simmons Filler, mit trashigem Text aber wenig Substanz. Man kennt das ja. Aber auch Paul Stanley trägt noch einen etwas schwächeren Song vor: Do you Love Me. Bei dem Song konnte man sich wohl nicht so ganz zwischen Ballade und Rocksong entscheiden und so sitzt er irgendwie zwischen den Stühlen. Als unbetiteltes zehntes Stück gibt es noch 1:20 Minuten lang merkwürdigen Krach, hier hat Bob Ezrin alle neun Songs zusammengemischt und geschaut was rauskommt. Bizarr.

Destroyer war aus meiner Sicht das erste richtig starke Kiss Album. Hier stimmt eigentlich fast alles, ein paar Filler gab es bei Kiss eben immer, dafür hat man einige Bandklassiker und richtig tolle Songs. Dank Bob Ezrin stimmte es nun auch endlich mit dem Sound.

Bewertung
8,5/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page