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KISS - Sonic Boom PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
28.03.2010

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Man muss schon eine große etablierte Band mit zugkräftigem Namen sein, um über ein Jahrzehnt eine Tour nach der anderen zu starten, ohne zwischenzeitlich mal ein neues Album zu präsentieren. Neben den Rolling Stones ist Kiss eine Band die das vollbrachte. 11 Jahre vergingen seit dem letzten Album Psycho Circus (Man war wohl damit beschäftigt Lizenzdeals abzuschließen, es gibt fast 3000 Artikel mit offizieller Kisslizenz!). Nach Reuniontouren folgte wieder der Krach zwischen den originalen vier Mitgliedern und für Peter Criss und Ace Frehley wurden Ersatzleute gebracht. Im Oktober 2009 erschien dann mit Sonic Boom ein neues Album. Das zwanzigste, wenn man die 4 Soloalben nicht mitzählt. Neben Gene Simmons und Paul Stanley sind Tommy Thayer und Langzeitmitglied Eric Singer in den Schminktopf gefallen um die Welt zu rocken.

Elf Songs vereinen sich auf dem Album, das mit 43 Minuten aber trotzdem etwas kurz ausfiel. Aber besser ein kurzes gutes Album als eines mit Fillern. Jene findet man auf Sonic Boom nicht, dafür vieles was nach ganz klassischen Kiss der 70er klingt. Fast so als wäre die Band mal eben in den DeLorean gehüpft um in der Vergangenheit ein Album für die Zukunft aufzunehmen. Los geht es mit Modern Day Delilah, das auch die erste Single war und was für ein toller Song das doch ist, da wird gleich richtig gerockt. Nachdem dort Paul Stanley den Gesang übernahm, ist bei Russian Roulette dann Gene Simmons zur Stelle. Aber auch Tommy Thayer (When Lightning Strikes) und Eric Singer (All for the Glory) dürfen mal singen. Gerade Singers Track ist ein weiteres Highlight, sehr eingängig und einfach toll.

Aber wie gesagt, es gibt keinen wirklich schwachen Song auf Sonic Boom, musikalisch wird eben Kiss geboten oder anders gesagt Hard Rock, wobei man natürlich keine großen Innovationen erwarten darf. Einzig Yes I Know (Nobody’s Perfect) fand ich vom Text her ein wenig lächerlich, wenn ich mir vorstelle, wie der mittlerweile 60 Jahre alte und zerknittert dreinschauende Gene Simmons Frauen zum ausziehen auffordert. Aber irgendwie gehört das dann doch auch zu Kiss. 
Auch die Produktion ist sehr gelungen.

Das Album gibt es auch noch in einer 3 Disc umfassenden Special Edition. Neben einer DVD mit einigen Liveaufnahmen von einem Konzert aus Buenos Aires gibt es auch noch die bereits zuvor in Japan unter dem Titel Jigoku-Retsuden erschienen CD mit 15 alten Kiss Hits in neuen Aufnahmen, wobei das eher überflüssig ist.

Ich gehöre ja nicht zu den ganz großen Kiss Fans, muss aber auch sagen, dass Sonic Boom das wohl beste Album der Band seit über 30 Jahren ist (Aber gut, was außer Creatures of the Night und Revenge kam da auch schon raus, das wirklich großartig war?)
Sonic Boom ist also eine Empfehlung auch für Leute, die mit Kiss sonst weniger anfangen können, aber Hard Rock mögen.

Bewertung
9/10
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