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Geschrieben von ShadowAngel
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10.02.2008 |
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Kraftwerk kann man wohl problemlos als wichtigste und revolutionärste deutsche Musikgruppe überhaupt bezeichnen. Sie haben natürlich nicht die elektronische Musik erfunden, denn die gab es auch schon Jahre vorher. Trotzdem haben sie dieses Genre der Musik revolutioniert und stark beeinflusst. Dabei fing Kraftwerk tatsächlich als Krautrockband an und wandelten sich erst ab dem Album Autobahn hin zur Elektronik.
Computerwelt erschien 1981 und wie die meisten Kraftwerkalben sowohl auf englisch als auch auf deutsch, hinzukommen noch eine französische und eine japanische Veröffentlichung, wo der Song Taschenrechner in der jeweiligen Sprache aufgenommen wurde. Große Unterschiede gibt es außer der Sprache kaum, in der englischen Fassung fehlen ein paar Songzeilen bei den Songs, dafür sind die Stimmen lauter abgemischt. Man sollte aber natürlich die deutsche Fassung in jedem Fall vorziehen. Vor der Aufnahme dieses Albums stieg man im Tonstudio auf Digitaltechnik um und das hört man, die Stimmen sind wesentlich besser verzehrt und klingen noch mehr nach Roboter, die Musik klingt auch besser und entgegen der Landläufigen Meinung das Digital mit steril gleichzusetzen ist, klingt die Musik hier wesentlich angenehmer und besitzt einen ganz eigenen Charme. Kraftwerk waren ja auch schon immer für die Benutzung unorthodoxer Instrumente bekannt. Für Computerwelt nutzen sie einen Taschenrechner, ein Stylophone und die „Bee Gees Rythm Machine“ von Mattel. Sehr abgefahrenes Zeug.
Sieben Songs umfasst das Album. Das bekannteste dürfte wohl Computerliebe das auch als Single seine Veröffentlichung fand. Ein sehr schönes Lied über die Zukunft, wo man sein Rendevouz per Computer sucht. Sehr prophetisch für das Jahr 1981, was aber auf das ganze Album zutrifft. Heimcomputer, It’s more fun to compute und Nummern sind praktisch Instrumentals, auch wenn bei Nummern, passend zum Titel, Zahlen in verschiedenen Sprachen aufgezählt werden. Irgendwie erinnert mich die Musik hierbei an Spiele vom Amiga oder C64. Es ist wohl jene Musik zu der ein Turrican tanzen würde. Taschenrechner besteht aus elektronischem Gepiepse über einen recht einfachen Bassbeat und bietet einen wunderbar doofen Text, schon allein deshalb muss man die deutsche Version besitzen. Dann gibt es noch die beiden Titelstücke. Computerwelt 1 und 2, die eine Art Gesellschaftskritik darstellen in der Hinsicht, dass Behörden Daten über Menschen sammeln, auch das ist heutzutage ja längst Realität geworden. Computerwelt ist aus meiner Sicht neben Die Mensch-Maschine das stärkste Album der Band und gleichzeitig auch die letzte Veröffentlichung von Kraftwerk die gut ist.
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