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Schon lange bevor das Album im Laden stand, war die Befürchtung groß, das sich Lacuna Coil musikalisch geändert haben und das nicht zum Guten. Nachdem ihr drittes Album Comalies vor allem in den USA sehr erfolgreich war, war es ja nur eine Frage der Zeit, bis sie da auf Tour gingen. Sie landeten beim Ozzfest mit Nu „Metal“ Kappellen a la Korn und waren auf Tour mit P.O.D. Da sich zusätzlich Sängerin Cristina Scabbia an eine der merkwürdigen Gestalten von Slipknot ran geworfen hat, war es klar, dass dies nur negative Auswirkungen haben kann. Manchmal fragt man sich schon, warum Bands so geldgeil sind, dass sie ihren Stil komplett auf massentauglich umschalten, sobald sie mit ihrem Originalsound etwas Erfolg hatten. Klar gewinnt man tausende neuer „Fans“ hinzu, wenn man so klingt wie der Mist der auf MTV läuft, aber man vertreibt die echten Fans, die eine Band mochten, weil sie gute Musik machten Man merkt schon, ich bin reichlich enttäuscht von diesem Album. Man kriegt die typischen verzerrten und tiefgestimmten Gitarren, der Sound wurde zwar druckvoller, aber man hat diesen typischen Nu „Metal“ Sound. Unter all dem Mist konnte ich zumindest zwei gute Songs entdecken. Within Me klingt tatsächlich wie die guten alten Lacuna Coil, der andere gute Song ist ein Cover und dann auch noch von Depeche Mode. Ich mag die Band nicht, aber Enjoy the Silence ist ein klasse Cover, das auch wieder mehr Richtung Lacuna Coil geht, so wie sie klingen sollten. Ich schätze mal nicht, dass sich Lacuna Coil noch mal zu ihrem Sound zurück bewegen. Insofern ist Karmacode ein Album für jeden Korn Fan, aber Musikfans sollten Abstand davon nehmen.
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