Home arrow Musik arrow Lauren Harris - Calm before the Storm 19 Mai 2012  
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Lauren Harris - Calm before the Storm PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.10.2008

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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. So sagt man jedenfalls. Im Falle von Lauren Harris muss besagter Apfel aber wohl von einem Tornado hinfort geweht worden sein. Lauren Harris ist die Tochter von Steve Harris, Gründer und Bassist von Iron Maiden.
Calm before the Storm ist ihr Debütalbum und klingt nicht nach Iron Maiden und es ist auch nicht Metal, ich würde mich sogar weigern das ganze als Hard Rock zu bezeichnen.

Von den zwölf Songs macht das schon der dritte deutlich. Get over It klingt wie Avril Lavigne, also schön belangloser PopRock der schon vergessen ist bevor das Lied vorbei ist.
Schade, dabei fängt das Album gar nicht so schlecht an. Steal your Fire und Your Turn rocken etwas härter, erinnern da dann schon eher ein wenig an Joan Jett oder Lita Ford. Klingt nicht schlecht und auf dem ersten Song hat man auch Steve Harris am Bass. Ihn hört man noch auf 4 weiteren Liedern. Ansonsten sind die Musiker durchaus kompetent, auch wenn Produzent Tom McWilliams, der auch das Schlagzeug eintrommelt, aus dem völlig falschen Bereich kommt. Er produziert für Pop Acts wie Gloria Estefan oder Ricky Martin. Das passt nicht  und ich frage mich, hätte Harris hier nicht Kevin Shirley bemühen können?
Vielleicht hätte der den Songs eine etwas metallischere Note verliehen und das brauchen diese Simpelsongs einfach, damit sie zumindest Partytauglich werden. So tropfen sie aber eher etwas öde aus den Boxen. Von den wirklich langweiligen Balladen hier, wie Hurry Up will ich gar nicht anfangen. Das klingt so als wollte man nun unbedingt einen AOR Hit produzieren der aus den 80ern stammen könnte. Mission Failed fällt mir dazu nur ein.  
Song Nr. 9 wäre der ideale Titel für das Album: Hit or Miss, ein paar nette Nummern finden sich schließlich drauf, auch das Stray Cover Come on Over klingt nicht schlecht, das erinnert ein wenig an The Donnas. Der Rest ist aber reichlich daneben.
Man merkt schon, Lauren Harris schafft es hier gar nicht, sich so etwas wie eine eigene Persönlichkeit zu erarbeiten. Sie klingt, wie viele andere Sängerinnen in der Pop/Rockwelt eben auch.  

Am Ende, nach den 12 Songs und den 47 Minuten die man damit verbracht hat, bleibt nur eins: Hoffnung.
Hoffnung darauf, das „Calm before the Storm“ ein prophetischer Titel ist und Album Nr. 2 dann wirklich der Sturm wird. Etwas mehr Power, etwas mehr Metal und weniger auf Charttauglich getrimmt und Lauren Harris könnte wirklich was werden…

Bewertung
4,5/10
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