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Limbogott - One Minute Violence |
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Geschrieben von Anti-Dumb Rocker
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23.11.2007 |

„Limbogott!? Wer oder was zum Teufel ist das?“ Das waren meine ersten Gedanken, als ich von dieser Norddeutschen Band das erste Mal hörte. Wie man auf so einen Namen kommt, ist mir vollkommen schleierhaft. Über die Band selbst war außer der Besetzung und dem Gründungsjahr nichts herauszufinden. Also ließ ich die Debütscheibe „One Minute Violence“ aus dem Jahr 2005 mit einem leichten Kribbeln im Bauch in mein Laufwerk gleiten. Verlegt wird die Scheibe übrigens vom Hamburger Independent-Label ‚Tiefdruck Musik’ .Was da aus meinen Lautsprechern kam, war aber gar nicht so übel, wie man bei Songtiteln wie „Rockstar Dick“, „Fuck Inc.“ oder „Razormuschi“ erwarten kann. Bei manchen Songs wurde ich von diesem Sound sogar aus dem Sessel gehauen. Aber was diese Jungs mit ihren verqueren Texten rüberbringen wollen versteht kein Mensch. Aber wenn man die Birne nur zum Bangen und nicht zum Denken benutzt, ist das ganze Album sehr unterhaltsam. Musikalisch ist das ,was Lard Mason(Voc/Programming), Limbosonic(Voc), Tim Machine(Git/Prg), Sprodd Kall(Git/Prg), Tb Lemper(Prg/Synth) und HP Nixon(Drums) in diesem Album präsentieren allerdings nicht leicht zu beschreiben. Es ist ein stellenweise sehr experimenteller Mix der irgendwo zwischen Industrial, Goth-Metal, Elektro und Drum’nBass liegt. So hört man zum Beispiel einen Moment ein melodiöses Intro auf den Keyboards, das sich innerhalb von 5 Sekunden in ein wahres Trommelfeuer steigert, was diese Platte sehr spannend und abwechselnd macht. Los geht’s schon mal mit einem Synthie-Intro auf dem Song „Struggle“, gefolgt von dem überaus genialen „Headlock“. Diese beiden Tracks bilden zusammen mit „187“-ein nettes Liedchen mit ‚Ohrwurmfaktor’ – die Höhepunkte des Albums. Für ein 17-Track Album leider etwas arm. Allerdings ist der Rest der Platte deswegen keineswegs misslungen -Er sticht nur nicht in solcher Form heraus, was eigentlich schade ist, da die Band ein großes Potenzial besitzt. Ein großes Plus ist schon einmal die für ein Debütalbum hohe musikalische Reife. Schon nach einigen Songs fällt die Kombination aus melodiösen Gesangslinien und harten Shout-Parts auf. Für Abwechslung sorgen auch kurze Elektro- Instrumentals.
Abschließend kann man dieses Album zwar als gelungen bezeichnen, doch hätte sich eindeutig mehr daraus machen lassen.
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Letzte Aktualisierung ( 23.11.2007 )
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