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Kaufen. Dieses Album gehört in jede Plattensammlung. Ende der Review.
Na gut, also doch etwas mehr dazu... Wohl vor allem wegen der Stimme des Sängers, Fish, die teilweise schon nach Peter Gabriel klingt, wurde Marillion anfangs in eine Schublade mit Genesis gesteckt. Doch bereits das erste Album weist allenfalls Anleihen auf, das war es aber auch. 1985 machen sie plötzlich vieles anders, da waren Melodien über Melodien, Kayleigh und Lavender sind zeitlos schöne Songs, und das ganze Album wirkt atmosphärisch wie aus einem Guss, so dass man hier auch keine Anspieltipps geben kann – außer dass komplette Werk.
Beginnend mit Keyboard zieht einen schon der erste Song in seinen Bann, Pseudo Silk Kimono, getragen von Fishs genialem Gesang, danach die beiden großen Hits von Marillion. Es folgen unheimlich anmutende Drums, der Beginn von Bitter Suite, es wird progressiver wenn man so will.
Der Anfang von Heart of Lothian erinnert mich etwas an Mike Oldfield, ehe der Rest der Band einsetzt. Bei Blind Curve zeigen sich einmal mehr die Fähigkeiten, skurrile Texte zu schreiben, „I see convoys curbcrawling West German Autobahns. Trying to pick up a war.“ Gitarrensoli von Rothery, Trewaras am Bass stets auf dem Punkt, Mosley an den Drums – eine Band in Hochform, tolle Songs, dazu eben der Gesang, die Texte von Fish. Und die Auflösung in dem die Spannung entladenden Childhoods end? „There is no Childshood end. You are my Childhood friend, lead me on...“ und schließlich das furiose Finale: White Feather. Ein Album, das einen von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht. Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken, sei es textlich oder Teil einer Melodie. Immer wieder werden Elemente vorangegangener Songs aufgegriffen. Immer wieder kann man es sich anhören, ohne dass es langweilig wird.
Was bleibt ist, dass man sich die ganze Leserei hätte sparen können, denn manchmal ist alles in einem Satz gesagt, oder sogar in zwei Worten: Zeitloses Meisterwerk.
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