Home arrow Musik arrow Marillion - Script for a Jester's Tear 04 September 2010  
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Marillion - Script for a Jester's Tear PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
14.11.2009

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Über Marillion muss man heute ja nicht mehr viel sagen, eine der legendären Prog (oder Neo-Prog) Bands, die in den 80ern richtig erfolgreich ist und auch heute noch Alben produziert. Wenn auch ohne Fish, der Sänger, der immer wie Peter Gabriel klang, aber damit eben auch perfekt zu Marillion passte, die damals ein wenig wie Genesis (die einzig wahren, mit Gabriel) klangen. Gerade dieses Debütalbum könnte man wirklich beinahe als „verlorenes Album“ von Genesis bezeichnen. Später hat man sich ja doch ein wenig davon gelöst, wobei die Verbindungen immer bestanden blieben.
Script for a Jester’s Tear ist das Debütalbum und erschien im März 1983. Darf man Fish glauben, ist es der Start einer Trilogie, welche die folgenden beiden Alben miteinschließt.

Auf der Vinyl (und CD auch) finden sich 6 Songs und die Spielzeit beträgt ungefähr 47 Minuten. Interessant ist hierbei das die erste Single der Band (Market Square Heroes) nicht dabei ist.
Los geht es mit dem Titelsong, der einer von drei Songs die über 8 Minuten lang ist. Ja, gerade das Lied klingt eben wie Genesis zur Selling England Zeit. Besonders deutlich wird diese Nähe zu Genesis auch bei Chelsea Monday, dessen Bassline sich an dem Mike Rutherford Song „Between the Tick and the Rock“ orientiert. Aber allen Plagiatsvorwürfen zum Trotz entwickelt sich daraus schon bald ein toller Song. Bei Forgotten Songs wird dann eher wieder ein wenig mehr gerockt, das Lied wird gern als Marillions Antwort auf Genesis‘ The Knife genommen. Ist aber ein insgesamt mehr als geniales Lied, das sich gegen Krieg ausspricht und mit großem Einfallsreichtum aufwarten kann.
Garden Party ist dagegen sowas wie der typische „Prog Rock“ Song, mit diesem typischen 70er Keyboard und Synthiesound, den man auch schon bei Yes & Co. gehört hat und der auch im Neoprog der 80er einfach dabei sein musste.
Insgesamt merkt man dem Album eben einfach an, dass es das Debütalbum einer Band ist, die noch nicht ganz ihren eigenen Stil gefunden hat, aber das Talent für großes hat. Was sie ja später auch bewiesen haben.

Mir gefällt das Album sehr gut, ich stelle es auf eine Stufe mit Fugazi und nur kurz hinter dem alles überragenden Misplaced Childhood, das nie überboten wurde. Es ist eben noch nicht alles perfekt, es klingt sehr nach Genesis, aber ich denke nicht, dass dies jemanden stören sollte. Marillionfans haben die Scheibe schon, alle anderen sollten erstmal mit Misplaced Childhood einsteigen, aber dann am besten sofort zu diesem Album greifen.

Bewertung
8,5/10
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