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Mark Knopfler - Sailing to Philadelphia PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.12.2009

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1996 veröffentlichte Mark Knopfler mit Golden Heart sein erstes Soloalbum nach dem Ende seiner Band Dire Straits. Ganze viereinhalb Jahre hat es gedauert, ehe das nächste Werk erschienen ist.  Mit einer großen Anzahl an Gastmusikern ging es ins Studio, von den zahlreichen Dire Straits Besetzungen ist lediglich Guy Fletcher dabei. Dafür aber solch bekannte Namen wie Glenn Worf, Gillian Welch, David Rawlings, Aubrey Haynie, Glenn Tilbrook und Chris Difford von Squeeze sowie James Taylor und Van Morrison.  Das Album gibt es in regional mehreren Versionen. So bekamen die Amerikaner nur 12 Songs, die Engläder die volle Ladung mit 14 Songs und der Rest von Europa immerhin noch 13 Lieder, das Stück Do America ist für die Briten allein reserviert – etwas schade, aber trotzdem finden sich hier über 64 Minuten Musik.

Anhand der Musiker wird natürlich schnell klar, dass hier uns etwas andere Musik erwartet, als sich das vielleicht manche Dire Straits Fans erhoffen. Wobei der erste Song, What it Is, noch genau darauf Hoffnungen macht. Ein nettes flottes Rocklied, das so auch auf dem Debut von Mark Knopflers ehemaliger Band stehen könnte. Der Titeltrack lässt dann schon eher aufhorchen. Es geht Richtung Country und Folk und ist ein Duett zwischen Mark Knopfler und James Taylor, welche die Rollen von Jeremia Dixon und Charles Mason annehmen und der Song ist dann einfach ein nettes Gespräch über die Mason-Dixon-Line. Neben Bob Dylan ist Mark Knopfler wohl der einzige, der es schafft, selbst einfachste Dinge wie Lebensgeschichten oder Gespräche in gute Songs zu verwandeln.
Den Blues und Country Sound lässt Mark auch bei den nachfolgenden Songs nicht los. The Last Laugh ist dann das Duett mit Van Morrison, das ebenfalls klasse ist. Silvertown Blues ist ein weiterer guter Song, der mich trotz Bluesanleihen, ein wenig an Telegraph Road erinnert. Mit El Macho wirds dann wieder etwas flotter und in bester Money for Nothing Manier zieht Mark Knopfler über die untalentierten Musikstars von heute her. Wie gesagt, streckenweise kann man die Paralellen zu Dire Straits ziehen, musikalisch klingt es aber doch völlig anders, entspannter und ruhiger. Laute Gitarrensolos gibt es nicht, oft genug hält sich Knopfler sogar zurück und lässt den anderen Musikern Platz, ihre Musik geltend zu machen und Sailing to Philadelphia ist mit Sicherheit kein Album, das man „mal so nebenher“ laufen lassen kann. Eher empfiehlt es sich, das Album so wie die Musik ist, entspannt zu genießen und einfach auf diese schönen Texte zu hören, die so typisch für Knopfler sind. Einen wirklich schlechten Song gibt es nicht, das Album war für mich sogar, trotz der Länge überraschend schnell vorbei und das ist ja eher ein gutes Zeichen.

So ist es eben ein rundherum gelungenes Album, bei dem man aber nicht Sultans of Swing oder das Brothers in Arms Album erwarten darf. Mark Knopfler ist eben auch älter geworden, reifer und ruhiger.

Bewertung
9/10
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