Home arrow Musik arrow Metallica - Metallica 19 Mai 2012  
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Metallica - Metallica PDF Drucken
Geschrieben von Anti-Dumb Rocker   
15.12.2007

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Metallica sind ja so eine Sache: Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Zugegeben, ich gehöre keiner dieser Fraktionen an. Das ermöglicht natürlich aber auch einen besseren Blickwinkel auf ihre Musik.
Dass das „Black Album“ Metallicas Abkehr vom Thrash Metal, den sie ja selber mit erfunden hatten, zum Mainstream darstellt, steht natürlich außer Frage.
Nach mehreren Hördurchläufen stelle ich aber fest, dass die Platte Stärken besitzt, die mir an ihr bisher verborgen geblieben sind.
Der stärkste Song auf dem Album ist wohl das Groovebetonte „Don’t tread on me“. Andere Anspieltipps der Scheibe sind My Friend of Misery, der Opener Enter Sandman und Struggle within.
Was dieses Album auszeichnet ist wohl, dass die Band es zu diesem Zeitpunkt noch irgendwie schafft, den Spagat zwischen ehrlichem, kompromisslosem Thrash und eingängigem und simplem Mainstream fertig zu bringen.
Auch hat Bob Rock es geschafft, die Mitglieder zu überreden, die Grundtracks der Songs im Studio Live einzuspielen, was der Musik eine bislang nicht gekannte Lebendigkeit verleiht.
Minus sind natürlich die öfters überlängerten Songs, eine alte Krankheit von Metallica, die sich in letzter Zeit noch verstärken sollte.
Auch werden Metallica immer wieder zurecht ob ihres Musikalischen Könnens kritisiert.
Ulrich ist einer der schlechtesten Schlagzeuger, die ich kenne, was sich allerdings nicht nur auf dieses Album bezieht, Hetfield’s Rhythmusarbeit ist auch nicht unbedingt das wahre, und von Newsted Bass’ hört man nichts (hat man auch noch nie. Sicher ein Grund mehr für ihn, die Band 2001 zu verlassen). Außerdem vermisse ich bei Hammett’s Soli immer ein wenig die Emotionalen Fähigkeiten, auch wenn er ohne Frage ein guter Techniker ist.
Summieren wir diese Fakten mit einer ordentlichen Portion persönlichem Höreindruck, erhalten wir folgendes FAZIT:

Über Metallica, und speziell über ihr selbstbetiteltes „Black Album“ gehen die Meinungen ja mächtig auseinander.
Das liegt mit ziemlicher Sicherheit nicht zuletzt daran, dass die 1992 unter der Leitung von Bob Rock entstandene Scheibe die Wende Metallicas von Metal Pionieren zu Mainstream Rockern liefert.
Heraus kommt ein Album, das weder Fisch noch Fleisch ist, aber durchaus für gute Laune sorgen kann.

Bewertung
6,5/10
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