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Mike Oldfield - Tubular Bells & Tubular Bells 2003 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
18.08.2007

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Mittlerweile ist der gute Herr Oldfield ja so ein wenig in der Versenkung verschwunden. Er bringt zwar nach wie vor recht viele Alben heraus, aber seine großen Zeiten sind scheinbar vorbei, nicht nur was den Erfolg in den Charts angeht sondern auch in Sachen musikalischer Qualität.
Tubular Bells war das Debütalbum und ist dann gleich ein 49minütiges Instrumentalwerk, das unerwartet große Erfolge einfahren konnte. Es war auch dafür verantwortlich, dass Virgin, damals noch ein kleines Label, über Nacht riesig wurde. Umso erstaunlicher das Ganze, wenn man bedenkt das Mike Oldfield damals gerade 20 Jahre alt war und bis auf 3-4 Ausnahmen alle Instrumente selbst einspielte. Dafür verwendete er das heute recht normale Overdubbing, ein Aufnahmeverfahren wo alle Instrumente nacheinander eingespielt werden und dann zusammengemischt werden. Heute eben Standard, damals hat das kaum jemand angewandt.

Vor allem der Anfang von Tubular Bells ist ja sehr berühmt, es wurde für den Exorzist verwendet und seitdem unzählige Male gecovert und gesampled.
Das Album ist recht komplex und verbindet verschiedene Stile wie Rock, Blues, Jazz und Folk zu einem abwechslungsreichen Klangbild, was vor allem auch an der Vielzahl der Instrumente liegt. Normale Rockinstrumente waren wohl zu wenig und so kommt auch eher außergewöhnliches Gerät wie Glockenspiel, Farfisa, Mandolinen oder Timpani zum Einsatz.  
Trotz der Länge bleibt das ganze eben immer spannend und überrascht durch Kleinigkeiten wie das Aufsagen der Instrumente am Ende des ersten Teils oder dem Höhlenmenschengegrunze.
Trotzdem muss man sagen, perfekt ist das Album nicht. Vielleicht liegt es an der Unerfahrenheit von Mike Oldfield zur damaligen Zeit, wobei ich nicht abstreiten will das er ein talentierter Künstler ist, aber so ein Großprojekt sollte man vielleicht nicht gleich zu Beginn einer Karriere in Angriff nehmen. Teilweise klingt das Ganze ein wenig unbeholfen, wie z.B. bei der etwas arg quietschig klingenden E-Gitarre bei etwa 13:30 im ersten Teil. Man könnte aber vielleicht auch sagen, dass genau diese kleineren Unzulänglichkeiten den Charme von Tubular Bells ausmachen. Für alle Freunde der progressiven Musik ist das Album sowieso ein absolutes Muss.

Bewertung
9/10
 


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In den 90ern wurde Mike Oldfield von seinen Röhrenglocken gerade zu umzingelt. Drei weitere Teile in 7 Jahren wurden veröffentlicht. Auch wenn diese nicht wirklicht toll sind, war Oldfield in erster Linie mit dem Original unzufrieden. Er hatte damals nur wenige Wochen Zeit das Album aufzunehmen und die damaligen technischen Möglichkeiten wurden seinen Anforderungen einfach nicht gerecht. Allerdings war es ihm 25 Jahre lang vertraglich verboten, das Album noch mal neu aufzunehmen. Das 30jährige Jubiläum ist aber sowieso ein besserer Zeitpunkt.

Das erste was auffällt, nämlich auf der Rückseite der Hülle, das Tubular Bells nun in 17 Tracks aufgeteilt wurde. Wobei ich darin nicht wirklich viel Sinn sehe.
Ansonsten hat sich nicht viel geändert. Die Musik ist größtenteils gleich geblieben, klingt durch andere Instrumente und Digitaltechnik aber natürlich anders. Einige Instrumente sind nicht mal mehr echt sondern gänzlich digital. Das gibt dem ganzen Album eine etwas hellere Note und natürlich klingt es „moderner“ aber ist das besser?
In erster Linie klingt das alles etwas zu abgeklärt, es fehlt irgendwie das spontane, leicht fehlerhafte Gefühl des Originals, auch sind einige musikalische Entscheidungen nicht gut. Kam beim Original noch ein Fender Jazz Bass zum Einsatz, der wirklich gut klang, kam hier ein Wal Bass zum Einsatz, der irgendwie schlecht klingt. Das gleiche mit den Gitarren, vor allem auffällig bei Track 7, der heißt zwar „Thrash“ aber schlechte Distortion hätte wirklich nicht sein müssen. Die größte Änderung gab es beim Finale. Im Original zählte Vivian Stanshall die Instrumente auf, nun macht das John Cleese und der zieht das ganze mit seiner „Ich erzähl einen Witz und find mich selbst am lustigsten“ Stimme wirklich etwas runter.
Man sollte also lieber zum Original greifen, zumal dieses auch nicht so einen widerlichen Kopierschutz hat.

Bewertung
8/10
 

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Letzte Aktualisierung ( 18.08.2007 )
 
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