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Neal Morse - Sola Scriptura PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
28.07.2007

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Neal Morse kennt man von der Prog-Rock Band Spock's Beard oder einem Seitenprojekt, der genialen Supergroup Transatlantic. Doch das kann nicht alles sein, dachte sich Gott – und hatte noch ganz andere Pläne mit ihm. Zumindest fühlte sich Morse so und startete seine Solokarriere. Musik mit biblischem Hintergrund. Und so geht es nun bei Sola Scriptura, was so etwa mit „Allein die Schrift“ übersetzt werden kann, um Luther und generelle Glaubensgrundsätze. Nun ja.

Textlich ist das nun für mich nicht so interessant, aber normalerweise entschädigt eh die Musik für alles. Wie so oft ist Mike Portnoy von Dream Theater mit von der Partie und dieses Mal fungiert als Gitarrist Paul Gilbert (Mr. Big). Insgesamt erwarten einen vier Songs – und eine Spielzeit von 76 Minuten, einzig das „nur“ fast sechsminütige Heaven in my Heart sticht da heraus, eine Ballade die wohlwollend formuliert ganz nett ist. Überhaupt scheint sich Morse hier wieder mehr an Transatlantic orientiert zu haben, was die Songlänge betrifft, und so gibt es 3 lange Progsongs, die alle teilweise gute Elemente aufweisen. Aber da ist eben nichts Neues. Man kann sich das anhören, einige Passagen bleiben hängen, aber das war es auch, da hat mir der Vorgänger „?“ besser gefallen.

Neu ist, dass vor allem die ersten beiden Songs teilweise härtere Passagen aufweisen, das tut dem manchmal doch etwas breiigen Sound merklich gut. Und man muss natürlich sagen: es ist immer noch Neal Morse, obwohl er sich wiederholt, wiederholt er zumindest auch seine Qualitäten als Songwriter. Nach dem ordentlichen, sehr ausufernden 30minüter The Door folgt das für mich beste Stück der CD: The Conflict. 25 Minuten dauert es und gerade der Spannung erzeugende Anfang gefällt mir. Meinetwegen könnte sein nächstes Album weiter in diese Richtung gehen.
The Conclusion schließt das Ganze ab, wie der erste Song Morse-Standard.

Und genau das ist das Problem, vielleicht sollte er einfach mal länger warten bis zur nächsten Veröffentlichung. Klar erwartet einen hier wieder ein gutes Prog-Rock Album, aber gemessen an vergangenen Großtaten wie The Light herrscht hier zu sehr Stillstand. Man sollte also, wenn man nicht gerade Morsefan ist, vorher reinhören und vielleicht doch lieber zu der aktuellen CD seiner ehemaligen Band Spock's Beard greifen. Und wer beides noch nicht kennt, kauft sich eh The Light.

Bewertung
7/10
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