Home arrow Musik arrow Nightwish - Dark Passion Play 19 Mai 2012  
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Nightwish - Dark Passion Play PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.10.2007

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Lange war es eher ruhig um Nightwish, nachdem Tarja rausgeworfen wurde und man sich auf die Suche nach einer Sängerin begab. Diese fand man in Anette Olzon, die vorher bei Alyson Avenue, einer schwedischen Rockband, der man locker das AOR-Label aufdrücken kann, war, und das ist auch schon das große Problem mit dieser neuen Sängerin. Wo Tarja stimmlich geradezu einmalig war und den an sich 08/15 Power Metal Sound Nightwishs zu etwas besonderem machte, ist Anette einfach „nur“ eine Sängerin, die meiner Meinung nach beliebig austauschbar ist. Ein Stimmchen, für den mittlerweile mehr als nur bombastischen Sound der Band fast schon zu dünn, das keinerlei eigenständigen Charakter zu haben scheint.

Dark Passion Play heißt das neue Album, ein irreführender Titel, wäre Once once again doch wesentlich treffender. Die ersten 9 Tracks klingen sehr stark nach Once und nach Songs die zu schlecht für dieses Album wären, klassische B-Seiten. Darunter fallen Songs wie die überproduzierten Amaranth und Eva, während Bye Bye Beautiful wohl eine Abrechnung mit Tarja sein soll, aber einfach so belanglos dahinplätschert, das man fast einschläft. Der erste Track ist der längste mit fast 14 Minuten, geht es wieder episch zur Sache. Aber The Poet and the Pendulum klaut zu viel bei Ghost Love Score. Während aber dieser doch eher wie ein kompletter Song klingt, ist der Poet eher eine Ansammlung vier kurzer Stücke, ein Medley also. An sich wäre der Song sicher ganz nett, aber man hat das mittlerweile einfach zur Genüge gehört. Überraschend dafür The Islander, das ist ein Folk Metal Song, wo dann auch Bassist Marco Hietala singt. Ein sehr schöner Song, sehr ungewöhnlich für Nightwish. Last of the Wilds und 7 Days to the Wolves sind auch noch ganz nett, aber mit dem Abschluss in Form von Meadows of Heaven verliert sich die Truppe wieder einer übertrieben kitschigen Ballade.
Nightwish hat mit Dark Passion Play ein stark berechenbares Album abgeliefert, das außer The Islander eigentlich nur das bietet, was man die letzten Jahre von der Band schon hörte. Neue Impulse oder Ideen scheinen gänzlich zu fehlen, die neue Sängerin verpasst es, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und man bekommt schon fast den Eindruck die Band geht auf Nummer Sicher und produziert Schema F Hits um abzuzocken. Das fällt auch daran auf, dass dieses Album in mindestens 5 Versionen mit unterschiedlichen Bonussongs erscheint.

Bewertung
5,5/10
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