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Nirvana - Unplugged in New York PDF Drucken
Geschrieben von Anti-Dumb Rocker   
29.01.2008

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Dass man sich über Nirvana streiten kann, dürfte wohl klar sein, und dass der Seattle- Grunge (mit Nirvana an der Spitze) so schnell kommerzialisiert wurde wie bis dato nur dem englischen Punk geschehen, ist wohl auch jedermann bekannt.
Umso erstaunlicher ist es, dass die drei Krawallbrüder um den eher unmusikalischen Kurt Cobain mit ihrem Unplugged Album tatsächlich etwas produziert haben, was man nicht vollkommen in Grund und Boden verdammen kann.

Cobain war zum Zeitpunkt des Konzerts bereits so dem Heroin verfallen, dass man sogar einen Zweitgitarristen engagierte, der ihn unterstützen sollte. Der Anfang der Aufnahme klingt auch entsprechend: Cobain klingt scheu, ängstlich und er singt- mal davon abgesehen, dass er die Töne trifft- schrecklich. Noch schrecklicher als sonst. Erklingt eben wirklich wie ein Junkie, den man grade eben von der Straße aufgelesen hat.
Sechs der 14 Songs, die Cobain ausgewählt hat sind Cover Songs, und einige Versionen sind als erstaunlich gelungen zu bezeichnen. Zumal irgendwann bei Pennroyal Tea, das Cobain allein bestreitet, der Knoten platzt und er hörbar Selbstvertrauen schöpft. Von diesem Zeitpunkt ist eine gewisse Magie spürbar, Cobain versprüht eine Emotionale Energie, die trotz niedrigstem technischen Niveau in ihren Bann zieht.
Sämtliche Songs sind –stellen weise sehr deutlich- umarrangiert und entschärft, beispielsweise Come As You Are und klingen natürlich Nirvana gemäß irgendwie alle 08/15 mäßig, trotz einiger Höhepunkte.
Beeindrucken auch der Schluss Song, das Leadbelly Cover Where did you sleep last night, das in einem Urschrei verhallt und das den Abschluss eines emotionalen Konzertes bildet, in das Kurt seine gesammelte Verzweiflung gesteckt hat.

Nirvana Unplugged in New York ist auf keinen Fall ein gutes Album, trotz einiger wirklich genialer Bearbeitungen (so schwer es auch fällt, das zugeben zu müssen).
Dafür ist das alles einfach zu monoton und primitiv.
Doch Kurt Cobain legt in die Songs so viel Emotionen, dass man nach dem letzten Song auf eine seltsame Art ergriffen ist. Nicht zuletzt deshalb sollte dieser Silberling eigentlich jedem bekannt sein, trotz offensichtlicher und zahlreicher Schwächen.

Bewertung
5/10
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Letzte Aktualisierung ( 29.01.2008 )
 
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