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Anno 1992 trug es sich zu, dass Ozzy auf seine letzte Tour ging. Betitelt No more Tours war es wohl das Äquivalent zu Terry Funks Abschiedsshow, die er seit 30 regelmäßig abzieht. Gleichzeitig war es noch die Promotour zu Ozzys letztem guten Album, No more Tears. Ein 2 CD Set verspricht uns neben einem dicken Booklet mit Bildern und viel Text auch fast 2 Stunden Ozzy Osbourne Live. Los geht es mit einem Intro, das eine wilde Mixtur aus Black Sabbath und Solosongs darstellt und dann folgt mit Paranoid der erste Song. Man muss sagen, dass es eine der besten Versionen dieses Songs überhaupt ist. Auch die No More Tears Songs I don’t want to Change the World (Ozzy gewann einen Grammy dafür), Desire und Road to Nowhere klingen gut. Dazwischen aber dann gibt es einige nicht ganz so gute Sachen. I don’t know klingt absolut grausam, Zakk zerstört das Riff und schrammelt sich zu Tode, Randy Rhoads rotierte derweil sicher in seinem Grab. Das gleiche gilt für Flying High Again, das einfach furchtbar klingt. Mr. Crowley dagegen ist schon ganz gut. Es folgt ein Zakk Solo und Suicide Solution. Etwas merkwürdig, da zuvor immer das Gitarrensolo in den Song eingebaut wurde und das mitunter sehr gelungen, wie etwa auf dem Randy Rhoads Tribute Album. So schrammelt Zakk hier mal wieder etwas rum, klingt ganz ok, wenn auch unspektakulär. Suicide Solution ist ganz gut, auch wenn Zakk hier ebenfalls das Riff und das Solo nicht so gut hinkriegt. Goodbye to Romance schließt die CD 1 ab, das klingt auch wieder ganz in Ordnung. Am Ende von CD 1 weiß man das a) Zakk Wylde auch in jungen Tagen nie an Randy Rhoads rankam und b) Ozzy flucht wie ein alter Seebär und hier übertreibt er es schon fast. Fucking, Fuckers, Motherfuckers krächzt er praktisch alle 30 Sekunden ins Publikum. Es wirkt schon fast wie eine Parodie. CD 2 startet mit Shot in the Dark, das ganz nett ist, aber nicht an die enorme Version von der Just say Ozzy EP rankommt. No More Tears wird gekonnt langweilig runtergespult. Kein Solo, nichts wird mal improvisiert...BUH! Denn gerade das ist ein Song, den man doch Live sicher auf epische Art zelebrieren könnte. Nach Miracle Man, das es ebenfalls in einer besseren Version auf Just Say Ozzy gibt, folgt ein Schlagzeug Solo. Randy Castillo ist kein Tommy Aldridge, aber es gib schlimmere. So langsam geht es dem Ende der Disc zu und das heißt, das Black Sabbath ausgepackt wird. War Pigs wird gekonnt und unspektakulär runtergespult. Bark at the Moon klingt auch ganz ok, eben so wie Mama I’m coming home, das aber eben auch nur wie der Studiosong auf Live klingt. Are you ready? All aboard the Crazy Train...aber dann doch bitte auf dem Tribute Album. Zakk ist einfach nicht Randy. Am Ende folgen dann mit Black Sabbath und Changes noch zwei Songs die der Black Sabbath Reunion am letzten Abend des Costa Mesa Konzerts entsprangen. Das ist einfach Black Sabbath und das klingt gut. Der Sound ist generell gut, Ozzy klingt nicht immer perfekt, aber bei seinem Alter und nach seiner Drogenvergangenheit sollte das logisch sein. Das Publikum ist immer recht laut hörbar, was man auf manch anderem „Livealbum“ ja vermisst, wo man nur zwischen den Songs etwas Publikumskrach hat, hier ist es immer lautstark dabei und das ergibt ein gutes Livebild. Leider muss man eben sagen, dass Zakk Wylde nur auf „seinen“ Songs gut aussieht, die Randy Rhoads Sachen spielt er nicht gut. Es fehlt am Feeling und dieses durch thrashiges Shredding zu ersetzen, ist einfach keine gute Idee. Nach dem brillanten Tribute Album, ist Live & Loud aber trotzdem das beste offizielle Ozzy Osbourne Live Album, denn Speak of the Devil ist noch unspektakulärer und Live at Budokan ist einfach nur grausam. Leider ist das Album offiziell nicht mehr erhältlich, da Ozzy oder sollte man besser sagen Sharon 2002 durchdrehten und im Zuge der „Remasters“ einige Alben direkt löschten. Live & Loud war eines davon, verstehen wird das niemand. Für Fans von Ozzy ist das Album auch trotz einiger zerstörter Songs einen Blick wert.
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