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Pink Floyd – The Wall Rockbands bestehen ja meist aus riesigen Egos, die über kurz oder lang aufeinanderprallen. Erstaunlicherweise führt das die meiste Zeit zu richtig guter Musik. Es scheint fast so, als wollte jeder Musiker beweisen, wie genial er doch sein kann. Bei Pink Floyd war das große Ego natürlich Roger Waters, der in den 70ern immer mehr bestimmte, wohin es musikalisch gehen soll und die letzten beiden Alben „seiner“ Band praktisch im Alleingang schrieb. Das erste war The Wall und erschien 1979 und man könnte schon sagen, dass es eine Biographie über Waters selbst ist. Aufgezogen als übermächtige, völlig verkitschte Rockoper über das Leben von Pink, der im 2. Weltkrieg aufwächst und später zum gefeierten Rockstar aufsteigt, damit aber nicht klar kommt und sich in eine drogenverseuchte Fantasiewelt flüchtet, in der er von einer großen Mauer umgeben ist. Genauso übertrieben groß, wurden damals auch die Wall Konzerte abgehalten. Während der ersten Hälfte wurde zwischen der Bühne und den Fans eine Mauer aufgebaut, so dass die Band die meiste Zeit gar nicht gesehen wurde. Zur damaligen Zeit schon sehr eindrucksvoll und auch verdammt teuer, so das die Konzerte nur an wenigen Orten aufgeführt wurden. Die ganze Geschichte ist relativ wirr und auch bei den Songs ist das der Fall. Das Album kann sich nicht so ganz entscheiden, ob es nun eingängig und leicht zu hören ist, oder doch eher komplex. Auch wenn das ganze natürlich bei weitem nicht so psychedelisch klingt wie in den Anfangstagen der Band, aber die vorherigen Alben wie Dark Side of the Moon oder Wish you were here, sind doch um einiges eingängiger. In der Hinsicht empfehle ich auf jeden Fall mal den gleichnamigen Film anzusehen. Der ist visuell sehr gut umgesetzt. Hingegen überhaupt nicht zu empfehlen ist Roger Waters The Wall Aufführung in Berlin 1990. Da wurde das ganze Album durch viel zu viele Pop“stars“ zu einer absoluten Farce. Das andere große Ego in der Band war natürlich David Gilmour und obwohl er nur an 3 Songs beteiligt war, zählen diese doch zu den klaren Highlights. Ganz so, als wollte er Waters beweisen, dass er auch gute Songs schreiben kann. Müsste man nämlich einen guten Song von The Wall hervorheben, wäre dies wohl ganz klar Comfortably Numb mit einem der genialsten Gitarrensolos aller Zeiten. Es wurde ja auch schon zum genialsten Solo aller Zeiten gewählt. Auch noch ein sehr guter Track ist Goodbye Blue Sky, wogegen ich Another Brick in the Wall Part 2 mittlerweile furchtbar nervig finde. Empty Space muss noch erwähnt werden, weniger wegen der Musik, als viel mehr wegen der Tatsache, das es eine versteckte Message enthält, wenn man es rückwärts abspielt.
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