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R.E.M. - Monster PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
12.05.2006

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Wenn eine Band einen Meilenstein erschafft wie Automatic for the People, gibt es eigentlich nur 3 Möglichkeiten: Erstens man hört auf, zweitens man macht wieder und wieder dieselbe CD – oder drittens man verändert sich. Genau diesen Weg beschritten R.E.M. - und den Leuten bei Warner dürfte gleich mal die Kinnlade runter geklappt sein, als sie das erste Mal in die Monster rein gehört haben.

Schon der Opener What's the Frequency, Kenneth? Zeigt, wo es lang geht, schrammelnde Gitarren, seltsame Texte. Man hat das Gefühl, R.E.M. wollten allen Kritikern und Fans zeigen, dass sie trotz des höchst dotierten Vertrags zur damaligen Zeit weiterhin die absolute musikalische Kontrolle haben. R.E.M. im Wandel, es wurde rockiger, auf Konzerten pressten sie altbewährte Klassiker wie Losing my Religion in das neue Gewand. Bei den Stücken auf der CD überzeugen die meisten, Bang & Blame ist die massenkompatiblere, R.E.M. - typische Single, vom genannten Opener über Crush with Eyeliner stößt man hinter verzerrten Gitarren auf weitere Perlen wie Star 69, das ruhigere Strange Currencies, I took your name, Circus Envy und You. Let me in ist auch sehr gelungen, obwohl es Kurt Cobain gewidmet ist – allenfalls das eunuchenhohe Tongue stört etwas den Gesamteindruck. Also alles gut? Das ist bei dieser CD schwer zu sagen, mir gefällt es, R.E.M. mal ganz anders zu hören – und hinter den im Vordergrund stehenden, vibrierenden Gitarren sind einige tolle Lieder zu entdecken. Der Mensch denkt gern in Kategorien, so war für die Kritiker Automatic das Album über den Tod und Monster über Sex – auch wenn Stipe selbst das bestreitet. Für jeden, der die Band kennenlernen will, ist Automatic eher geeignet, aber für jeden, der denkt, R.E.M. ist zu massentauglich, der kann sich hier gern eines besseren Belehren lassen – denn das 1994 erschienene Monster ist sperrig, laut, wie aus einem Guß und vor allem völlig anders.

Bewertung
7/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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