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Smashing Pumpkins - Zeitgeist PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
07.06.2008

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Die Pumpkins trennen sich 2000. Corgan gründet Zwan und verwirft die Band nach einem Album, das eh schon mehr ein Soloprojekt war. Doch wirklich erfolgreich war das alles nicht und was liegt da näher, als eine bekannte Band wieder aufleben zu lassen? Kurzum schnappte er sich also seinen alten Kompagnon Jimmy Chamberlin und so erfolgte 2007 das Comeback. Allerdings ohne frühere Weggefährten wie James Iha.

Ich war wirklich gespannt auf dieses Album. 12 Songs und eine Spielzeit von knapp über 50 Minuten – die Pumpkins fassen sich kurz, waren doch die letzten Alben um 70 Minuten lang. Wie würde also der neue Zeitgeist klingen?

Doomsday Clock ist ein ganz guter Opener und während man noch denkt „so könnte es weitergehen“ setzt lähmendes Entsetzen ein. Die Songs erinnern zwar vielleicht noch von der Stimmung her ein bisschen an alte Zeiten, aber wie belanglos ist das alles geworden. Wenn die Anzeige am CD-Player nicht weitergehen würde, vielleicht würde man nicht mal bemerken, dass das Album weiterläuft. Allein zu schreiben, dass Tarantula einer der besseren Songs des Albums ist sagt einiges über die Qualität aus. Bei einer Spieldauer von 70 Minuten gestehe ich einer Band auch mal zu, schwächere Songs auf dem Album zu haben. Aber bei 50 Minuten diese enorme Ausfallquote?
Nach Tarantula folgt mit Starz ein Track, der allenfalls andeutet, dass sie mal eine gute Band waren, ehe auch hier nach wenigen Minuten das Pulver verschossen ist.
United States beginnt sehr stark um dann leider noch viel stärker nachzulassen. Endlose Wiederholungen – die Revolution bleibt aus, auch wenn dieses Wort 43 mal in dem Song auftaucht. Ausgewalzt wird das auf knapp 10 Minuten, der absolute Tiefpunkt.

Das nachfolgende Neverlost ist  ausnahmsweise mal ein recht gelungener Song, der auch ganz gut auf das Album Adore gepasst hätte. (Come on) let's go ist nett im Sinne von überflüssig, For God and Country gefällt mir anfangs recht gut, aber auch hier schaffen sie es nach zwei Minuten, gähnende Langweile einziehen zu lassen. Pomp and Circumstances... Meine Güte... Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Belangloser und seichter geht nicht. Lalala.

Selbst das völlig gefloppte Zwan – Album Corgans ist um Welten besser als diese Aneinanderreihung von Enttäuschungen. Ganz wenige Songs zünden, und die meisten von diesen verpuffen nach wenigen Minuten wieder ins Nichts der Belanglosigkeit.
Diese CD braucht niemand – und Fans der Smashing Pumpkins schon gar nicht. Diese sollten besser alte Alben hören und vergessen, dass es dieses Comeback je gegeben hat. Vielleicht hätte man lieber Zeit darauf verwenden sollen, vernünftige Songs zu schreiben, statt einen geistreichen Titel zu suchen. Wenn dass die Aussage des Albums sein sollte, kann ich das nur bestätigen.

Mit zugedrücktem Auge vergebe ich 1 Punkt für Neverlost, 1 Punkt für die teilweise guten Ansätze und einen halben Punkt für die Erleichterung, die man verspürt, wenn dieses Album zu Ende ist.

Bewertung
2,5/10
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