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Ein neues Soloalbum von Steve Lukather. Es ist schon fast erstaunlich, dass seit seinem letzten (Luke) über 10 Jahre vergangen sind, denn ständig kommt ja irgendwas mit ihm auf den Markt. Seien es Alben oder DVDs mit Toto oder mit anderen Musikern, er werkelt ja immer noch fleißig als Sessiongitarrist für Gott und die Welt. Natürlich hat Luke mal wieder eine Myriade an Musikern um sich gescharrt. Auffallend ist dabei, dass niemand von der derzeitigen Totobesetzung dabei ist, mal abgesehen vom derzeitigen Tourbassisten Leland Sklar. Dafür finden sich einige alte Bekannte wie Joseph Williams, Steve Porcaro, Lenny Castro oder Phil Soussan und seine Kinder Trevor und Tina hat er gleich auch noch ins Studio genommen. Vom Sound her folgt Ever Changing Times Totos letztem Studioalbum (Falling in Between), mit einer ähnlich druckvollen Produktion.
11 Songs mit einer Spielzeit von über 54 Minuten finden sich darauf und musikalisch ist es geradezu eine Retrospektive von Lukathers Leben. Da hätten wir beispielsweise Stab in the Back, das absolut nach Steely Dan klingt und als Tribut darf das dann auch verstanden werden. How Many Zeros ist dann wohl der Tribut an Boz Scaggs, wenn auch etwas rockiger und The letting Go erinnert ein wenig an Bottom of your Soul, allerdings mit einem besseren Solo. Das die Gitarre hier deutlich im Vordergrund steht, ist ja klar und wird am deutlichsten beim Opener und Titeltrack. Überraschend ist ja immer wieder, dass es sehr wenige Instrumentals bei Lukes Soloscheiben gibt, auch hier gibt es mit The Truth nur eins, das ist praktisch ein langes Gitarrensolo, denn ansonsten finden sich hier nur etwas Klavier und Orchestersounds im Hintergrund. Es ist der perfekte Schlusspunkt für dieses tolle Album, das nur ganz wenige Schwächen hat. Was mich etwas stört, ist das fehlen eines richtigen Rocksongs, denn das meiste ist doch etwas zu sehr im Mid-Tempo oder Balladenbereich angesiedelt und man weiß ja, das Steve Lukather bis hin zu Shredding alles kann, aber gerade so etwas fehlt hier wie auch bislang auf seinen anderen Soloscheiben. Schade. Der einzige Song der mir nicht so wahnsinnig gefällt ist das etwas öde dahin kriechende Never Ending Nights. Mn hat tatsächlich das Gefühl, dass es nie endet und das ist nicht positiv gemeint. Eine wesentlich bessere Ballade ist da schon I Am.
Ever Changing Times ist Pflicht für alle Lukather/Toto Fans und alle anderen die sich für qualitativ hochwertige Musik interessieren, sollten sich die Scheibe auch zulegen, nach Candyman ist dies das beste Soloalbum von Steve Lukather.
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