|
Teslas zweites Album nach der Reunion ist auch das erste auf dem der neue Gitarrist Dave Rude zu hören ist. Er ersetzte ja 2006 Tommy Skeoch und wenn man die Band mal live gehört hat oder jetzt eben hier auf Forever More, muss man einfach sagen, dass dies das beste war, was Tesla passieren konnte. Nicht nur die Band ist begeistert von Rude, die Fans sind es ebenso.
Forever More ist, um es kurz zu machen, Fucking Awesome. Was hier aus den Boxen kommt ist ganz klar für mich das Hard Rock Album 2008. Schon vom Opener und Titelsong weg werden hier keine Gefangen gemacht und sich locker flott durch die Songs gerockt. Auch wenn es Tesla nun schon seit über 20 Jahren gibt, muss man sagen, dass sie zu keiner Zeit angestaubt oder langweilig klingen, was ja das Problem vieler älterer Bands ist, die ihrem einstigen Erfolg nachlaufen. Bei Tesla ist das anders (Das haben sie ja schon 2004 mit Into the Now gezeigt – es ist schon Wahnsinn wie leicht die Band auch heute noch selbst jüngere Bands locker in den Schatten stellt und mit einer Energie und Spielfreude losrockt) und Songs wie Forever More, One Day at a Time oder Pvt. Ledbetter reihen sich völlig problemlos zu alten Klassikern wie Modern Day Cowboy, Hang Tough oder Comin’ Atcha Live ein. Aber auch ruhigere Töne werden angeschlagen wie Pvt. Ledbetter oder The First Time. Lieder wie So What! sind dann eher aus der Fraktion partytauglich, mit einem absolut genialen Chorus zu dem dann auch, im Gegensatz zum Rest des Liedes die Gitarren wieder ordentlich losrocken. Die Mischung aus schnellen Rockern, ruhigen Stücken mit Mitsingchorus und Balladen ist exzellent gelungen. In a Hole Again hat diesen richtig genialen Chorus, wo sich die Band und Sänger Jeff Keith gegenseitig die Songzeilen zuschieben. Das klingt großartig. Die gute Produktion, die Tesla in einem frisch klingenden aber auch sehr druckvollen Gewand zeigt, passt perfekt. Und generell sind ja die Alben am besten, die man an einem Stück durchhört und sich nur denkt „Was? Schon zu Ende?“ und dann direkt noch mal auf Play drückt. Forever More ist so ein Album, hier gibt es nicht einen schlechten Song.
Und auch wenn ich das Fazit schon vorweg genommen wurde: Forever More ist ganz große Klasse und im Gegensatz zu all den Pussyrockern die heutzutage die Charts bevölkern, echter Hard Rock
Im Forum kommentieren |