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In vielerlei Hinsicht sind die Black Crowes ein Phänomen. Ihr erstes Album kam 1990 auf den Markt, zu einer Zeit, als Glam Metal noch richtig angesagt war und sich daneben auf dem Musikmarkt eigentlich nur Popmusik und Hip Hop behaupten konnten. Die Black Crowes wirkten mit ihrem Blues Rock da schon fast etwas fehlplatziert, ihr Debütalbum war aber ein riesiger Erfolg. 1992 kam dann langsam der Grunge auf und die alten Rockbands verschwanden. Zu dieser Zeit kam The Southern Harmony and Musical Companion auf den Markt, das zweite Album der Band. Musikalisch hat man sich weiterentwickelt. Etwas mehr Southern Rock Einflüsse, etwas mehr Blues und Backgroundsängerinnen. Auch in der Bandbesetzung tat sich was. Gitarrist Jeff Cease ging und dafür kam Marc Ford, zusätzlich holte man sich mit Eddie Harsch einen Keyboarder. 10 Songs befanden sich auf der Originalausgabe des Albums, mittlerweile gibt es dieses mit zwei zusätzlichen Bonustracks und etwas über 60 Minuten Spielzeit. Los geht es mit Sting Me, das schon ein ziemliches Southern Rock Feeling verbreitet und auch durch die Sängerinnen so ein bisschen an Lynyrd Skynyrd erinnert. Der Song war ein genauso großer Single Hit wie der nächste Track Remedy, der etwas mehr in die Blues Rock Ecke geht. Ruhiger wird es danach mit Thorn in my Pride, das aber zumindest noch durch ein Gitarrensolo etwas Tempo erhält, wogegen Bad Luck Blue Eyes Goodbye eine sehr bluesige Ballade ist. Sometimes Salvatation geht in die gleiche Blues Rock Ecke, während es mit Hotel Illness zurück in den Süden geht, das Lied erinnert mich so ein wenig an Cinderella aus ihrer Heartbreak Station Zeit. Rockiger wird es dann mit Black Moon Creeping und No Speak No Slave, die eher an 70er Jahre Rock erinnern. My Morning Song ist dann wieder mehr Southern Rock. Bis hierhin muss man sagen, das die Songs allesamt genial sind. Einen echten Ausfall gibt es nicht, alle Songs sind toll geschrieben und musikalisch sehr abwechslungsreich. Man merkt, dass sich die Band gegenüber dem Debüt sehr stark entwickelt hat und musikalische Horizonte ergründete. Das zeigt sich auch bei dem zehnten Lied: Time will Tell, das ist im Original von Bob Marley und dieser Reggae Song wurde in eine langsame Blues Nummer mit Akustikgitarre umgebaut. Sehr schön gemacht. Die zwei Bonus Songs sind dann einerseits eine langsamere Version von Sting Me, was wirklich nur ein Bonus ist, da die Originalversion besser ist. Sowie ein weiteres Cover: 99 lbs. von Don Bryant. Das Original kenne ich nicht, diese Version ist aber auch richtig gut. The Southern Harmony and Musical Companion ist ein rundherum gelungenes Album
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