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1.) Thom Yorke ist der Sänger, Texter und Mit-Songwriter bei Radiohead. Wem die Band nichts sagt, der liest bitte weiter bei 2.) , wer Radiohead ohnehin schon nicht mag, bei 3.) und wer Radiohead schon kennt und gut findet begibt sich direkt zur 4.).
2.) Radiohead benannte sich nach einem Stück von den Talking Heads und veröffentlichten 1993 ihr erstes erfolgreiches Album. Danach ging alles mehr in Richtung melancholischer Gitarrenmusik, seltsame Texte, mysteriöse, geniale Videos und über allem der Gesang von Thom Yorke, jaulend, anklagend, traurig. Danach standen Elektrospielereien im Vordergrund, Radiohead wurden sehr experimentell, gerade Kid A war für manche am Rande der Unhörbarkeit. Die Band setzte danach wieder etwas mehr auf Gitarren, aber The Eraser erinnert mehr an Kid A. Wer damit also nichts anfangen kann, weiter bei 3.) , wer das interessant findet kauft sich lieber zum Reinschnuppern die OK Computer oder liest bei 4.).
3.) Radiohead ist verschrobener Kunstkack, den man sich nicht anhören kann und Thom Yorkes pieseliges Gejaule kann man nun wirklich nicht als Gesang bezeichnen. Wozu also seine Zeit damit verschwenden, wenn man richtige Musik hören kann? Weil die CD immerhin interessant verpackt ist: 1/10
4.) Wer schon Kid A mochte, wird hier begeistert sein. Es wird noch experimenteller, noch minimalistischer. Thom Yorke auf der Suche nach dem musikalischen Stillstand, Songs die Sekunden zu Ewigkeiten machen, sich der Stille annähern. Kopfhörerpflicht. Schon das erste Stück, The Eraser, habe ich mir gleich 10 mal hintereinander angehört, unfassbar schön, der zerbrechliche Gesang, „the more you try to erase me, the more that I appear.“ Wie immer bei Yorke gibt es große, zeitlose Zeilen, die für sich stehen, die einen begleiten, musikalisch wird es sehr elektronisch, Rhytmen, Geräusche, Gefiepse. Black Swan erinnert noch am ehesten an Amnesiac und „normale“ Musik, danach folgen 2 Songs, wo man das Gefühl bleibt, dass die CD fast stehenbleibt, besonders Atoms for Peace. And it rained all Night löst das dann auf, ebenso eine sehr einfache Melodie, getragen von Yorkes Gesang, wie alle Songs. Man mag ihn oder nicht, damit steht und fällt dieses Album. Harrowdown Hill und noch das sehr sperrige Cymbal Rush beschließen das erste Solowerk von Thom Yorke. Gerade das letzte Stück, endet so traumhaft, dieser Welt entrückt, dass man fast gar nicht anders kann, als das Album sofort noch mal anzuhören. Schwachpunkt ist vielleicht The Clock, und auch der arg ruhige Mittelteil des Albums. Die großen Momente überwiegen. Für Träumer.
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