Home arrow Musik arrow Vanilla Fudge - Vanilla Fudge 22 Mai 2012  
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Vanilla Fudge - Vanilla Fudge PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
02.12.2007

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Das Covern von Songs ist ja ein gutes Geschäft. Ein bereits vorhandener Song ist schnell neu aufgenommen und man verdient leicht Geld damit. Diese Praxis des 1:1 Coverns ist vor allem heutzutage sehr beliebt. Allerdings beileibe nichts neues, früher wurde auch schon gecovert, nur gab es damals eben noch Künstler, die es verstanden einen Song nicht nur nachzuspielen, sondern ihm auch eine eigene Note zu verleihen. Man muss da ja nur mal an Joe Cocker und z.B. seine Version von „With a little Help from my Friends“ denken. Auch Vanilla Fudge verstanden sich als reine Coverband, haben allerdings den Songs ein neues Gesicht gegeben, in dem sie alles in den Ende der 60er so angesagten Psychedelic Rock umwandelten.

Das erste Album dieser bis heute existierenden Band erschien 1967 und enthält mit Eleanor Rigby wohl einen der bekanntesten Songs von Vanilla Fudge. Natürlich stammt der Song im Original von den Beatles, ist dort ein nettes und harmloses 2 Minutenstückchen. Vanilla Fudge haben daraus einen 8 Minuten Psychobrocken gezaubert, der das an sich traurige Thema des Songs wesentlich besser einfängt. Ein Emo darf sich den Song sicherlich nicht anhören, er würde sich wohl sofort in den Tod stürzen.
Von den Beatles findet sich auf dem Album auch noch ein anderes Stück, nämlich Ticket to Ride, das schon deutlicher an das Original angelehnt ist. Auch die anderen Songs des Albums sind alles andere als unbekannt. Interessanterweise sind es alle Songs, die in Coverversionen erst so richtig berühmt wurden. So stammt Bang Bang von Sonny Bono, wurde aber erst durch Nancy Sinatra berühmt, She’s not there im Original von The Zombies wurde von Santana verarbeitet und You keep me hanging on ist in der 80er Jahre Fassung von Kim Wilde wohl um einiges bekannter als von den Supremes. Die beiden weiteren Songs auf dem Album sind People get Ready und Take me for a little While.
Vanilla Fudge aber machten die wohl interessanten Interpretationen im typischen 60er Psychedelic Sound mit einer Hammondorgel und einem treibenden Bass. Die Musiker sind sehr gut, auch wenn sie nie wirklich berühmt wurden. Trommler Carmine Appice ist ja auch „nur“ der Bruder von Vinnie Appice. Zwischen den Songs gibt es kurze Unterbrechungen, die meist nur ein wenig Krach sind, aber irgendwie passt auch eine Abfolge hoher Töne gut zu den Songs. Wer sich also für 60er Jahre Psychedelic Sound oder Bands und Musiker wie Iron Butterfly oder The Doors interessiert, sollte sich dieses Album mal näher ansehen. Es lohnt sich.

Bewertung
9/10
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