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Bei W.A.S.P. denken die meisten Menschen an Glam Metal und anstößige Songs wie Animal und dann vielleicht noch an L.O.V.E. Machine. Wahrscheinlich war auch die Band rund um Blackie Lawless selbst müde, ständig in diese Kategorie gestopft zu werden. Nachdem Inside the electric Circus alles andere als gut ankam (Selbst Lawless bezeichnet es als schlechtes Album seiner Karriere), nahm man erstmal eine Pause um dann Mitte 1989 mit The Headless Children für Aufsehen zu sorgen. In der Zwischenzeit hat man Schlagzeuger Tony Richards verloren. Als Ersatz fungiert Frankie Banali, ebenso holte man sich Ken Hensley für die Keyboards, ihn kennt man natürlich von Uriah Heep. Als wäre das nicht genug, schnappte man sich noch einige Backgroundsänger/innen, darunter auch Lita Ford. Aufgenommen wurde so ein Album, das man W.A.S.P. damals sicher nicht zugetraut hat. Ein Konzeptalbum, mit durchaus anspruchsvollen Texten. Vorbei die Zeit von Sex und Drogen, jetzt wird mal über eine düstere Zeit gesungen. Von den 10 Songs sticht wohl The Real Me direkt hervor. Es ist eine Coverversion des Songs von The Who und das klingt sogar richtig gut (Selbst The Who waren davon angetan). Die Band blieb ihrem Heavy Metal Sound treu, brachte aber einige neue Elemente ein. Musikalisch wurde alles etwas anspruchsvoller, mit besseren Riffs und Soli sowie auch mal ein paar Tempowechseln, dazu kommt eben Hensley mit seinen Keyboards, die sich nie negativ aufdrängen sondern dezent zu einem noch besseren Gesamtbild eintragen. Einen Song hervorzuheben fällt hier schon fast schwer, denn alle 9 Lieder sind einfach toll und lassen sich gut anhören. Bekannt ist wohl noch die Power Ballade Forever Free und als zehntes Stück gibt es ein Instrumental, das zwar nett kling,t aber leider auch etwas arg kurz ausgefallen ist. Blackie Lawless mag nie als guter Sänger in die Geschichte eingehen, aber er hat Charisma und seine Stimme passt einfach so gut zu diesem Sound. Auf dem Remaster gibt es noch einige Liveversionen sowie B-Seiten der Singles, darunter eine doch recht gelungene Coverversion von Jethro Tulls Locomotive Breath und For whom the bell tolls, nicht der Metallicasong sondern ein eigenes Stück, das als B-Seite verschwendet wurde. The Headless Children ist wohl eine der besten Metalscheiben der 80er, gute Musik, gute Stimme, gute Gitarrensoli und doch etwas mehr als man sonst von W.A.S.P. erwartet. Es ist definitiv das beste Album neben Crimson Idol von dieser Band.
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