Home arrow Musik arrow Whitesnake - Good to be Bad 22 Mai 2012  
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Whitesnake - Good to be Bad PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Das noch mal ein Album von Whitesnake kommen würde, war ja schon überraschend. Das letzte erschien 1997, danach war die Band bis zur Rückkehr 2002 praktisch tot und immer wieder erklärte Frontmann David Coverdale, dass er ja eigentlich auch keine Lust mehr auf Alben hätte, Musiklabel und –Manager seien ja sowieso nur Abzocker. Ein Label jedoch bestand wohl nicht aus Abzockern und es verwundert irgendwie nicht mal, dass nun auch Whitesnake bei SPV gelandet sind, bei denen tummeln sich ja viele ältere Bands und Sänger.
Das Lineup hat natürlich bis auf Coverdale nichts mehr mit den alten gemeinsam. Auch Vandenberg war ja nicht mehr dabei und selbst zwischen diesem Album und der Live DVD, die vor einiger Zeit erschien, gibt es Unterschiede. Am Bass haben wir nun Uriah Duffy und am Schlagzeug Chris Frazier.

Elf Songs werden geboten und die erreichen eine gute Stunde Spielzeit. Lediglich ein einziger Song dauert weniger als 5 Minuten. Ziemlich lang also.
Los geht es mit einem Dreierpack, der den typischen Sound von Whitesnake so gut einfängt, wie wohl seit Slide it in nichts mehr. Vom famosen Opener Best Years über das ordentlich stampfende Can you hear the Wind Blow hin zu Call on Me ist das alles große klasse. Auffällig ist die Produktion. Die ist sehr druckvoll, ohne allerdings modern-metallisch zu klingen. Klassischer Hard Rock mit Bluesecke, ohne dass es angestaubt klingt. So etwas muss man auch erstmal zu Stande bringen. Auch die anderen Musiker werden von Coverdale nicht in den Hintergrund gedrängt. Vor allem Doug Aldrich hat viel Platz zum Austoben bekommen und nutzt diesen auch. Aldrich ist ganz klar ein absolut unterbewerteter Gitarrist. Lediglich die Keyboards kommen etwas kurz bzw. sind zu sehr im Hintergrund, sogar noch hinter dem Schlagzeug.  
Richtig große Überraschungen darf man natürlich nicht erwarten. Experimente geht man aber auch einfach nicht ein, wenn etwas so gut funktioniert. Allenfalls überraschend und hübsch gemacht ist das Intro zu A Fool in Love. Das klingt nach alter Vinylplatte und der Sound ist erstmal so richtig dumpf, ehe er durchstartet. Der Song selbst ist dann Blues Hard Rock, der direkt zu den Anfängen der Band zurückgeht. Die obligatorischen Balladen dürfen auch nicht fehlen. Wobei mir hier ’Til the End of Time am besten gefällt.  
Negativ fällt ein wenig auf, dass einem einige Riffs und Power Chords etwas bekannt vorkommen, am meisten das Intro zu Summer Rain, das man irgendwo schon mal gehört hat und auch das ständige „Bad to the Bone“ in Good to be Bad ist nun nicht wirklich innovativ, es erinnert auch an den gleichnamigen Song. Aber man muss es eben so sagen: Es passt und das ist das wichtigste. „Sometimes it’s Good to be Bad“, aber noch mehr ist es „Good to be Back“ zu sein, vor allem wenn solch ein starkes Album dabei zu Stande kommt.

Bewertung
9/10
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