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Manchmal wünscht man sich ja, dass Nintendo ihr diktatorisches Verhalten auch mal konsequent durchziehen würden. Was gab es für Ankündungen, als das N64 in den Handel kam. Man werde ganz genau auf die Qualität der Spiele achten und Müll kriegt erst gar keine Lizenz. Als die Konsole dann mehr und mehr zum Flop wurde, hat man die Schleusen geöffnet und plötzlich wurde jede Menge Müll veröffentlicht. Klar doch, dass ich die nun alle ans Tageslicht zerren werde (Denkt euch an der Stelle nun manisches Gelächter in der Art von Skeletor). Angefangen wird mit dem legendären Superman. Die Comicfigur hat es ja nicht leicht. Schlechte Comics gab es nie, dafür aber miese Filme (Superman IV) und jede Menge schlechte Videospiele. Aber keines war so abgrundtief mies wie der Nintendo 64 Auftritt des blauroten Helden. Entwickelt wurde das Spiel von Titus. Vielleicht ist das Spiel die fiese Rache der Froschfresser, weil die ganze Welt über sie lacht. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass sie dieses Spiel entwickelt haben, denn der Wille, ein Spiel mit hoher Qualität zu produzieren, kann es nicht gewesen sein. Eine Story…ja eine Handlung wäre nett gewesen. Hier hat man eher einen Handlungsfaden den jemand in der 5 Minuten Kaffeepause zusammengekritzelt hat. Lex Luthor, der böse Superschurke, hat ein virtuelles Metropolis erschaffen und Lois Lane, Jimmy Olsen und Professor Emil Hamilton darin gefangen. Superman wird nun von Lex Luthor dazu gezwungen, diverse Aufgaben zu bestehen, ansonsten sterben alle. Unlogisch ja, aber es kommt noch besser. Startet man das Spiel, kriegt man erstmal einen grafischen Schock. Was hier gezeigt wird, ist unglaublich mies. Abartige Texturen, schlechte Designs, Superman sieht wie ein rotblauer Klumpen aus und über allem hängt der Nebel. Der ist grün und es soll Kryptonitnebel sein. Trotzdem muss man mit Superman in der ersten Mission durch eine Ansammlung von Ringen fliegen. An dieser Stelle überlegen wir mal: Kryptonit sorgt dafür, dass Superman alle seine Kräfte verliert, hier ist so viel Kryptonit in der Luft, dass man praktisch nicht mal mehr Gebäude erkennt und trotzdem soll und kann Superman da rumfliegen. Ergibt das Sinn? Nö.
Dazu kommt noch ein fieses Zeitlimit, generell steht man hier immer unter Zeitdruck. Ich hasse Spiele mit knappen Zeitlimist, das ist doch nur ein fieser Trick der Entwickler, damit ihr kurzes Spiel länger wirkt. Später prügelt man sich dann noch gegen schlecht designte Gegner, die sehen aus, als hätte hier mal wieder ein Kindergarten mit MS Paint spielen dürfen. In den Gebäuden ist der Nebel zwar weg, aber das sorgt nur dafür, dass man ungeschützten Blickkontakt mit der „Architektur“ hat. Lahme und matschige Texturen wie hier, kriegt man zum Glück nur einmal in 10 Jahren präsentiert. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, hat man auch noch die Steuerung verhauen. Generell frage ich mich ja, wie man eine Steuerung so beschissen machen kann. Fällt das bei der Entwicklung oder spätestens dem Beta Test nicht auf? Superman soll angeblich diverse seiner Fähigkeiten im Spiel einsetzen können, wie seinen Röntgenblick. Aber, man schafft es nie, diese auszuführen. Man drückt und drückt und nichts passiert. Auch der Rest ist mies, beim Fliegen verfehlt man meist die kleinen Ringe, weil es einfach unmöglich ist, diesen Kasten namens Superman zu steuern. Grafik mies, Gameplay mies, Steuerung mies, Story und Handlung nicht vorhanden. Was bleibt ist der Sound. Hm, schockierenderweise ist die Musik sogar ganz nett. Nichts besonderes, aber doch nicht so grausam wie erwartet und auch die Soundeffekte gehen noch gerade so in Ordnung. Trotzdem: Superman auf dem N64 ist Müll, genauso wie Superman auch schon auch schon auf dem Master System, dem Mega Drive, dem NES, dem SNES und der Playstation Müll war und doch, dieses Spiel unterbietet noch alles.
Publisher: Titus Developer:Titus Erscheinungsjahr: 1999 Erschienen für: N64, Playstation Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Schwer 
| Grafik | 2/10 | | Spielspass | | Sound | 5/10 | 1/10 | | Gameplay | 1/10 |
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