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WCW/nWo Revenge PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.06.2007

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Für viele Fans von Wrestlingspielen ist Aki auch heute noch der ultimative Hersteller. Ihren legendären Status erarbeiteten sie sich innerhalb weniger Jahre mit Spielen hauptsächlich für das N64. Die meisten davon erschienen nur in Japan, als THQ allerdings die Lizenz der WCW erhielt, traf man mit Aki ein Abkommen, damit diese Spiele auch weltweit mit den zusätzlichen WCW Wrestlern erscheinen.
Das erste war WCW World Tour, welches auf Virtual Pro Wrestling basierte. WCW/nWo Revenge erschien ein Jahr später und war eine eigenständige Weiterentwicklung ohne japanisches Original.
Ziemlich zur gleichen Zeit erschien mit WWF Warzone von Acclaim auch der große Konkurrent.

In Sachen Optionsvielfalt kann das WCW Spiel mit diesem nicht mithalten. Es gibt ein kleines Optionsmenü, dann darf man die Kleidung der vorhandenen Wrestler ändern. Es gibt Single- und Tag-Team Matches, sowie eine Battle Royal (mit einer wählbaren Anzahl an Gegnern, man kann auch einen Royal Rumble damit veranstalten) und ein 2 gegen 1 Handicap Match. Das war es auch schon wieder. Neben dem Exhibition Modus gibt es noch den Championship Modus, hier kann man natürlich wieder Titel erringen, in dem man gegen eine Anzahl Wrestler kämpft. In dieser Hinsicht wird also nichts spektakuläres geboten.
Dafür ist der Roster schön gefüllt. 50 Wrestler aus der WCW nehmen teil. Unterteilt sind sie in ihre jeweiligen Faktionen wie nWo, nWo Wolfpac, Raven’s Flock und die WCW selbst. Hinzu kommen noch 12 Fantasiewrestler, welche an reale japanische Stars wie Mitsuharu Misawa, Kenta Kobashi oder Hayabusa angelehnt sind. Jeder Wrestler besitzt 4 unterschiedliche Kostüme die man vor Matchbeginn auswählen kann. Neben Farbvarianten gibt es auch ältere Outfits, so kann man aus Hollywood Hogan wieder den klassischen Rot/Gelben Hulk Hogan machen oder aus dem Crow Sting den alten mit buntbemaltem Gesicht und blonden Haaren.
Gewählt wird dann noch die Arena, alle PPV Arenen der WCW sind dabei und dann geht es auch schon los.

Das geniale an den Aki Spielen war eben weniger die Technik oder der Umfang, sondern einzig und allein das Gameplay. Mehr Simulation denn Arcade war angesagt und schon immer spielte sich alles natürlicher. Man kann problemlos Moves aneinanderketten oder aus Kontern Moves ausführen und mit simpelsten Tastenkommandos, wird je nach Position des eigenen Wrestlers und des Gegners ein Move ausgeführt. Drückt man die Schlag- oder Grappletaste lang, wird ein starker Move angesetzt, drückt man sie nur kurz, kommt ein schnellerer, der weniger Schaden anrichtet aber eben auch nicht so gut gekontert oder blockiert werden kann.
Eine Energieleiste gibt es auch nicht. Ob ein Wrestler angeschlagen ist, sieht man an ihm selbst. Attackiert man vor allem die Beine des Gegners, bewegt er sich langsamer, schlägt man ihn immer auf den Kopf, hält er sich diesen. Man muss abwägen, wann der passende Moment für den siegreichen Pin ist. Die einzige Anzeige die es gibt, sind 2 Leisten welche den Kampfgeist anzeigen. Durch spektakuläres Moves und Chainwrestling sowie dem Spiel mit dem Publikum durch Posieren, fühlt sich die und beginnt irgendwann zu pulsieren, dann muss man einmal posieren und man kann für einen kurzen Moment seinen Special Move ausführen. Jederzeit kann man sich auch verschiedenste Waffen aus dem Publikum holen, von der Mülltonne über den Baseballschläger wird ein ganzes Arsenal geboten.
Das schöne ist eben das die Steuerung jeder sehr schnell begriffen hat und sie so einfach wie genial ist.

Grafisch sieht das Spiel nicht wirklich gut aus. Die Wrestler sind sehr kantig, aber man erkennt wer dargestellt werden soll. Was bei Aki damals immer ein wenig störte, waren die sehr starken Clippingfehler und die Tatsache, dass die Figuren aus Einzelteilen zusammengesetzt sind, so dass ein Arm schon mal etwas vom Körper weg steht. Auch das Publikum sieht eher schlecht aus. Das ist zwar digitalisiert, sieht aber mehr nach Pappwand aus. Dafür sind die Animationen bei den Moves gut gelungen.
Die Musik kann nicht überzeugen, sie nervt recht schnell. Negativ anzumerken ist auch das die Original Themes sämtlicher Wrestler fehlen und man sich mit meist unpassenden Ersatzstücken zufrieden geben muss. Die Soundeffekte sind in Ordnung. Auf Sprachausgabe wird gänzlich verzichtet.

WCW/nWo Revenge sieht schlecht aus, klingt nicht sonderlich toll und hat nur wenige Spielmöglichkeiten, ein Seasonmodus fehlt gänzlich und trotzdem ist es das mit Abstand beste WCW Spiel, weil das Gameplay absolut stimmt und vor allem zu Zweit Spaß bereitet.

Publisher: THQ
Developer: Aki/Asmik
Erscheinungsjahr: 1998
Erschienen für: N64
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik6/10  Spielspass
Sound5/10
7,5/10
Gameplay 8,5/10
Multiplayer 8,5/10

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