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Metal Slug 5 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.06.2007

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Nach dem Metal Slug 4 von Mega Enterprises entwickelt wurde und mehr oder weniger eine Katastrophe wurde, zeichnet für den Nachfolger wieder SNK Playmore verantwortlich.
Metal Slug 5 erschien dann 2003 und war das letzte Metal Slug, das auf dem Neo Geo erschienen ist.

Die größte Änderung sieht man gleich zu Beginn, denn die in Metal Slug 4 eingeführten beiden neuen Spielfiguren Nadia und Trevor wurden rausgeworfen. Gerade bei Trevor ist das auch gut so, sah er ja furchtbar beschissen aus. Dafür sind wieder Tarma und Eri dabei.

Als nächstes kommt der erste negative Punkt: Die Metal Slug Reihe war ja noch nie für eine ausgefeilte Story bekannt. Aber immerhin hat man sich bei den Vorgängern darum bemüht, einen Grund zu liefern, warum man tausende von Gegnern vernichtet.
In Metal Slug 5 gibt es höchstens Storyfragmente und die passen alle nicht zusammen. So sieht man nach dem ersten Level eine kleine Szene, wo ein paar Eingeborene (Level 1 spielt ja im Dschungel) eine Maske finden, die ein wenig an Freitag der 13. erinnert. Einer der Eingeborenen, setzt sie auf und wird von einem Blitz getroffen. Das wars. Im weiteren Spielverlauf, wird darauf nicht mehr eingegangen.
Stattdessen kämpft man dann wieder gegen Soldaten, Hubschrauber, Panzer und Flugzeuge. Informiert man sich auf der offiziellen Seite, erfährt man, dass diese Soldatengruppe eine CD mit den Geheimnissen um Metal Slug gestohlen hat. Klingt unlogisch? Ist es auch. Das Beste kommt aber zum Schluss, denn der Endgegner ist ein riesiger Dämon, der zu den Soldaten und dem ganzen Mech-Feeling nicht passt. Hat er vielleicht was mit den Eingeborenen zu tun? Ein richtiges Ende fehlt natürlich auch. „Mission all over“ und dann kommen schon die Credits. Enttäuschender geht es schon gar nicht mehr.

Möglicherweise standen die Entwickler auch unter Zeitdruck. Denn, um gleich mal bei den negativen Punkten zu bleiben, es wirkt auch sehr merkwürdig, dass man hier zwar neue Gegner hat, die aber teilweise die Soldatenanimationen aus den Teilen 1-3 vorweisen. Die exakt gleichen Animationen, die exakt gleichen Soundeffekte und die exakt gleiche Sprachausgabe. Teilweise sieht man in den Fahrzeugen sogar, dass die Fahrer die Sprites aus Metal Slug 1 sind. Auch finden sich auf der Cartridge zahlreiche weitere Gegner und Bilder, die alle nicht im Spiel auftauchen.

Vielleicht war es auch doch „nur“ Faulheit, denn für ein paar Neuerungen hat die Zeit dann doch gereicht. Ein neuer Move kam hinzu, drückt man den Stick nach unten und die Sprungtaste, rutscht man nun ein paar Meter über den Boden. Eine sehr praktische Möglichkeit, um nahen Gegnern oder Projektilen zu entkommen. Lediglich bei der Wahl der Steuerung stellt man sich die Frage, warum man es mit dieser Tastenkombination auslöst. Recht umständlich, da man auch öfters springen und nach unten schießen muss und so auch mal aus versehen, statt zu springen, rumrutscht. Da hätte man lieber die ansonsten kaum genutzte vierte Taste verwenden können.

Bei den Waffen hat sich nichts verändert. Man startet mit der normalen Pistole und hat ein paar Bomben. Wie immer liefern befreite Kriegsgefangene bzw. ängstliche Geschäftsmänner neue Waffen. Shotgun, Machine Gun, Enemy Chaser Rockets, Rocket Launcher, Laser. Man kennt es ja bereits.

Neu sind dafür einige Fahrzeuge und man hat glücklicherweise die Mistdinger aus Metal Slug 4 rausgeworfen. Tank Slug, Slug Plane und Slug Sub feiern ihre Rückkehr. Neu sind der Slug Gunner, ein Mech, der zwar unglaublich langsam ist, dafür kurzzeitig fliegen kann und sehr stark ist. Mit dem Slug Car fährt man in einem Level rum, es ist lediglich ein Auto mit angebautem Maschinengewehr. Das abgefahrenste Gerät ist aber eindeutig die Spider Slug. Zwar benutzt man es nur sehr kurze Zeit, aber irgendwie macht das Gegner beseitigen damit am meisten Spaß.

Weitere Neuerungen gibt es dann auch schon nicht mehr. Ein witziges Detail der Reihe waren ja die zahlreichen Verwandlungen. Die Spielfigur hat sich schon mal in eine Mumie oder ein Alien verwandelt. Das gibt es hier nicht mehr bzw. das einzige was noch übrig ist, ist der Big Modus. Die Spielfigur legt mächtig an Gewicht zu, bewegt sich langsamer, hat dafür aber wesentlich stärkere Waffen. Auch witzig ist die Veränderung im Nahkampf. Bekämpft man da Gegner mit einem großen Gegner, hat man nun eine Gabel als Waffe.

Am Gameplay hat sich natürlich nichts geändert. Man rennt rum, befreit die Geiseln, kämpft sich durch unglaubliche Horden von Gegnern und am Ende jedes Levels wartet ein großer Endgegner. Mit 5 Level ist das Ganze zwar recht kurz geraten und auch gibt es leider keine wählbaren Pfade mehr, aber Spaß macht das auf jeden Fall.

Grafisch ist das recht gelungen aus. Gerade der letzte Endgegner sieht klasse aus . Ansonsten sind eben sehr viele Animationen einfach nur recycled. Insgesamt aber, ist die Grafik ein großer Fortschritt zum Vorgänger.
Auch die Soundeffekte kennt man bereits. Dafür ist die Musik genial. Zugeschlagen haben hier mal wieder die Noise Studios, die schon einige andere Neo Geo Titel vertont haben.

Bleibt als Fazit, dass Metal Slug 5 eine klare Verbesserung gegenüber Teil 4 ist, aber dafür durch die ganzen wieder verwendeten Sachen und die konfuse „Story“ einen eher schlechten Eindruck hinterlässt. Spaßig ist es natürlich immer noch, aber Teil 5 kann sich mit keiner Sekunde auch nur annähernd mit den Teilen 1,2,X und 3 messen.

Publisher: SNK Playmore
Developer: SNK Playmore
Erscheinungsjahr: 2003
Erschienen für: Neo Geo, Xbox, Playstation 2
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Mittel - Schwer

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound8,5/10
7,5/10
Gameplay 8/10
Multiplayer 7,5/10
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