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Bionic Commando PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.02.2007

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Zum Anfang ein wenig Trivia: Bionic Commando heißt im Original Top Secret: Hitler’s Revival, man kämpft gegen Nazis und am Ende gegen den wieder auferstandenen Hitler. Nintendos Abteilungen in den USA und Europa waren davon allerdings so gar nicht angetan. Gerade Nintendo of America hatte damals ja extrem überzogene Regeln für ihre Spiele. So war Capcom gezwungen, etwas zu ändern. Aus den Nazis wurden die Badds und Hitler wurde in Master-D umbenannt. Die Ähnlichkeit blieb aber, und, was das lustigste ist, auch die extrem splattrige Endsequenz wurde beibehalten…nach dem Motto Gewalt ist kein Problem, aber Hitler schon.
Um die Verwirrung noch kompletter zu machen (und dafür bin ich ja da), gibt es das Spiel auch noch auf verschiedenen Systemen. Spielhallenfassung, Amiga, PC, C64, Atari, Armstrad….alle Computerfassungen basieren auf der Arcadefassung. Völlig anders (und wesentlich besser) dagegen die NES Fassung und um die geht es nun hier.

Startet man das Spiel, eine andere Möglichkeit hat man eh nicht, weil es kein Optionsmenü gibt, landet man auf einer brettspielartigen Oberfläche mit 18 Feldern. Diese sind weiß oder rot gefärbt. Die weißen Felder sind natürlich in der Überzahl und stellen die eigentlichen Level da, in denen man gegen böse Buben kämpft. Die roten sind neutrale Zonen, wo man mit Leuten reden kann und Waffen nicht eingesetzt werden dürfen. Natürlich kann man trotz Hubschrauber nicht jedes Feld frei ansteuern, sondern diese sind über Linien verbunden und man kann sich nur auf diesen bewegen. Um das Ganze noch fieser zu machen, fahren Lastwagen rum, trifft man unterwegs auf diese, wird man abgeschossen und muss sich durch einen Level voller Gegner kämpfen. Erst dann darf man mit der eigentlichen Missionen fortfahren. Bevor es dann in die richtigen Level geht, stellt man sich noch seine Ausrüstung zusammen. Anfangs hat man nur seine Pistole, später kommen stärkere Waffen dazu, aber auch nützliche Gegenstände, wie eine Lampe, eine kugelsichere Weste oder ein Helm. Diese muss man aber natürlich auch erstmal finden und da die Levels recht verwinkelt und nicht gerade klein sind, ist das schon mal eine große Herausforderung.

Die meisten Gegner sind nach einem Treffer tot, aber neben normalen Soldaten gibt es auch noch welche in Fahrzeugen und noch besonders böse Endgegner. Ohne Schutz hält man selbst auch nur einen Treffer aus. Der Schwierigkeitsgrad ist also nicht wirklich niedrig. In den einzelnen Levels haben Capcom auch für Abwechslung gesorgt. Normale Militärcamps gibt es ebenso wie dunkle Höhlen (Ohne Lampe sieht man wirklich nichts), Anlagen im Untergrund oder einen riesigen Turm, den man erklimmen muss. Hin und wieder findet man einen Raum, den man betreten kann. Da steht ein Kommunikationsgerät, mit dem man sich weitere Instruktionen und Hilfestellungen vom Hauptquartier holen kann. Ist man besonders mutig, kann man auch versuchen, Wiretapping zu machen und sich in die Gespräche des Feindes einzuklinken. So erfährt man vielleicht noch interessante Details über das Areal, allerdings kann man dabei auch erwischt werden und dann tauchen plötzlich Gegner in diesem Raum auf.

Bei den Endgegnern muss man meist einem General oder einem experimentellen Kampfgerät gegenübertreten, der meist noch einige Soldaten zur Unterstützung hat. Hat man diese alle besiegt, muss man noch einen Generator platt machen. Erst dann ist der Level erfolgreich beendet.

Grafisch sieht das Spiel für das NES richtig gut aus. Die Grafik flackert nur recht selten, die Level und Figuren sind nett animiert. Lediglich einige der Portraits sehen recht merkwürdig aus.
Die Musik passt ganz gut zum Spiel, ist jetzt aber auch nicht wirklich genial. Zumindest nervt sie nicht. Die Soundeffekte sind der übliche Standard, aber extrem nervig ist das Geräusch bei Messages, natürlich muss da jeder Buchstabe von einem Ton unterlegt erscheinen. Schrecklich.

Bionic Commando ist dank der Steuerung ein eher außergewöhnliches Spiel, das einen hohen Schwierigkeitsgrad bietet, aber niemals frustrierend wird. Es ist insgesamt sehr unterhaltsam und gut gelungen. Wären da nur nicht diese extrem nervigen Soundeffekte und die Tatsache, dass einmal durchspielen bei diesem Titel reicht.

Publisher: Capcom
Developer: Capcom
Erscheinungsjahr: 1988
Erschienen für: NES
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Hoch

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Grafik7/10  Spielspass
Sound8,5/10
8.5/10
Gameplay 9/10
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Letzte Aktualisierung ( 27.02.2007 )
 
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