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Die 1978 erfundene Comicfigur Bucky O’Hare dürfte hierzulande recht unbekannt sein. 1991 erfolgte ein kurzlebiges Revival. Eine Zeichentrickserie und sogar Actionfiguren kamen auf den Markt. Klar, das da ein paar Videospiele nicht fehlen dürfte. Konami schnappte sich die Lizenz und veröffentlichte neben dem Arcadespiel noch einen eigenständigen Titel für das NES. Dieses ist natürlich ein Jump n’ Run
Bucky O’Hare ist ein grüner, sprechender Hase, der mit seiner Crew bestehend aus Jenny, Blinky, Deadeye Duck und Willy durch das Weltraum düst und in erster Linie gegen das böse Toad Imperium kämpft. Die Truppe ist schon recht lustig. Jenny ist eine Katze, Blinky ein glubschäugiger (Ein Auge) Roboter, Deadeye Duck eine Piratenente und Willy ein menschlicher Junge. Nicht weniger schräg sind die Feinde, die sind grün, quaken und wollen das Universum erobern. Die Handlung bei diesen NES Spiel handelt nun davon, das die Crew von Bucky entführt wird und auf 4 Planeten verteilt. Klar, das sich das heldenhafte Langohr sofort auf zur Rettung macht.
Zwar kann man frei wählen mit welchem Planeten man anfangen will, allerdings ist das Spiel dann doch nicht so ganz offen gestaltet. Denn auf dem blauen Planeten kommt man beispielsweise nur mit Blinky weiter, der die Eisblöcke zerstören kann. Da der am Anfang aber noch zu den Entführungsopfern gehört, hat man ihn nicht zur Wahl und kommt hier nicht weiter. Die einzelnen Charaktere unterscheiden sich primär in ihrer Bewaffnung und der Sekundärfähigkeit. Drückt man die Sprungtaste, lädt sich ein Balken auf. Bucky kann dann beispielsweise extra hoch hüpfen, wogegen Jenny eine kleine Kugel erscheinen lässt, die Feinde zerstört oder Blinky, der fliegen kann. Einzelne Passagen werden leichter und so macht es durchaus Sinn, auch mal die Levels mit den befreiten Mitstreitern zu durchstreifen. Mit einem Druck auf die Select Taste, kann man jederzeit die Spielfigur wechseln.
Die Level unterscheiden sich thematisch. Der blaue Planet ist eine Eiswelt, mit sehr rutschigen Flächen. Perfektes Timing ist hier essentiell, um nicht in das scheinbar tödliche Wasser zu rutschen. Der rote Planet ist eine Vulkanlandschaft. Lavalöcher und Vulkane im Hintergrund, die Steine auf die Figur schleudern setzen dem Spieler zu. Der grüne Planet die typische Wald- und Wiesenlandschaft und der gelbe Planet ist eher unspektakulär und einfach nur ein Kampf gegen viele Gegner. Unterteilt sind die Planeten in Akte, wobei jeder Planet eine andere Anzahl hat. Der grüne hat vier, der blaue gar neun. Gemeinsam haben sie alle einen fiesen Obermotz am Ende. So trifft man auf Al Negator oder den Toad Tank. In den Levels trifft man vornehmlich auf Froschsoldaten, kleine Raumschiffe oder befestigte Geschütze. Aber es gibt auch bei jedem Planeten spezielle Feinde, etwa das Bienennest in der Waldwelt.
Hat man alle vier Planeten hinter sich, beginnt das Spiel so richtig. Es folgen nämlich noch mal weitere vier riesige Levels, mit mehreren Akten. Hier zieht der Schwierigkeitsgrad auch noch mal an und man wird von allen Seiten von Feinden und Geschützen attackiert. Die teilweise recht haarigen Sprungpassagen sind da kaum harmloser. Zwar hat man einen Energiebalken und es gibt natürlich genug Healthpacks zum sammeln, aber stürzt man in Lava oder springt in einer Höhle an die Decke ist man sofort tot. Stirbt man, wird man an den Anfang des jeweiligen Aktes teleportiert. Mitunter ist das recht nervig, es wäre einfach fairer, wenn man einfach an der Stelle weiter machen könnte. Da Bucky O’Hare nicht nur recht schwer, sondern eben auch recht lang ist, gibt es zum Glück ein Passwortsystem
Grafisch sieht das Spiel sehr gut aus, vor allem für ein NES Spiel. Es gibt kaum Geflimmer, die Animationen sind auch nicht schlecht und die Grafik ist recht farbenfroh und detailliert. Vor allem der rote Planet mit den Vulkanen im Hintergrund sieht sehr gut aus, aber die späteren Stages wie The Cell sind sehr gut. Die Musik ist recht gut und unterstreicht die Szenen mit flotten Rhytmen. Die Soundeffekte sind dagegen nicht ganz so gut und nerven schon ein wenig, vor allem die Schussgeräusche.
Bucky O’Hare ist ein insgesamt gutes, wenn eben auch recht schweres Jump n’ Run, das man wohl nicht so schnell durchspielen wird. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Publisher: Konami Developer: Konami Erscheinungsjahr: 1992 Erschienen für: NES Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel-Schwer
 
| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 7/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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