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Ein Schritt zurück ist manchmal besser als ein krampfhafter Schritt nach vorne. Gerade zur NES und SNES Zeit mussten das einige Entwickler erkennen. Auf dem NES gab es reihenweise diese 2. Teile, diese Sequels diekrampfhaft anders als der Vorgänger sein wollten und nicht wirklich überzeugen konnten. Von Super Mario Bros. 2 angefangen über Zelda 2 landet man hierbei unweigerlich auch bei Castlevania 2. Wobei es kein so schlechtes Spiel ist, es litt eher unter den unpassenden und nicht fertig gedachten Adventureelementen und einer furchtbaren Übersetzung. Genauso wie bei SMB3, Zelda 3 (auf dem SNES) war auch bei Castlevania III deshalb das Motto: Zurück zum Ursprung. Zurück geht es auch in der Zeit, das erste Castlevania spielte 1691, während Draculas Fluch 1467 stattfindet. So ist natürlich klar, das man nicht Simon Belmont spielt, stattdessen wird einer seiner Vorfahren präsentiert: Trevor C. Belmont. Der wird von der Kirche engagiert, die zwar Angst vor den Belmonts wegen ihren Fähigkeiten haben, aber jetzt keine andere Wahl haben, da Dracula durch Europa wütet und den ganzen Kontinent erobern und zerstören kann. Mehr Handlung gibt es eigentlich nicht und das Ziel ist klar: Mal wieder muss Dracula vernichtet werden. Also zieht man auf in die Schlacht. 17 Levels gibt es, nicht alle wird man sehen, denn als Neuerung gibt es verschiedene Abzweigungen, wo man nun wählen muss, welchen Weg man nimmt. Es geht nicht nur durch das Schloss Draculas wie in Teil 1 sondern durch die ganze Landschaft drum herum, durch den Wald, durch den Sumpf und sogar ein Piratenschiff muss von Geistern und anderen Monstern gereinigt werden. Spielerisch blieb alles beim Alten. Man hat seine auflevelbare Peitsche dabei, es gibt die altbekannten Extrawaffen wie Wurfmesser, der Zeitstopper oder das Kreuz und die verbrauchen nach wie vor Herzen die man bei besiegten Gegnern oder weggepeitschten Kerzen bekommt. Auch bei den Gegnern hat sich wenig getan, die meisten sehen jetzt nur anders aus, was mal Wassermänner war sind jetzt Frösche und die allseits gehassten Medusaköpfe gibt es auch wieder. Damit nicht so ganz allein und einsam ist, gibt es als weitere Neuerung ein paar Mitstreiter, die allerdings erstmal gefunden werden wollen. Sie tauchen nach Bosskämpfen auf, wie etwa Sypha, eine Zauberin die man aus einer Statue befreit. Desweiteren gibt es den Pirat Grant DaNasty und Alucard (Das ist Dracula rückwärts…ein typischer Nilbog-Moment). Anders als etwa in Rollenspielen, wo man dann eine große Party hat, darf man bei Castlevania III nur jeweils eine dieser Personen im Gepäck haben. Durch Druck auf die Select-Taste verwandelt man sich in diesen. Der Vorteil ist natürlich, dass diese Charaktere eigene Fähigkeiten haben. Sypha kann nicht kämpfen, hat es dafür aber in Sachen Magie drauf. Der Pirat hat einen Säbel und kann an Wänden hochklettern und höher springen. Alucard ist zwar nur ein Dhampir, kann sich aber trotzdem in eine Fledermaus verwandeln und lustig durch die Gegend flattern, zumindest bis er von einem Gegner getroffen wird und er ist der beste Nebencharakter, das fliegen erleichtert viele fiese Sprungpassagen. Von diesen gibt es natürlich wieder viele, manche Sprünge erfordern ein punktgenaues Timing, sonst geht es in den Abgrund, manche Sprungpassagen sind richtig fies und werden durch die Steuerung nicht erleichtert. Diese ist genauso wie bei den Vorgängern einfach etwas hakelig. Steht man etwa vor ein paar Steinen kann man nicht auf diese springen, muss immer etwas Abstand halten. Auch das andere altbekannte Castlevania Problem existiert hier: Bei jedem Treffer fliegt die Spielfigur einige Schritte zurück – meistens direkt in einen Abgrund. Es wirkt fast so als hätten die Entwickler ganz gezielt die Gegner und Abgründe so positioniert, das man Leben lässt (und wahrscheinlich saßen sie während der Programmierung hämisch grinsend vor dem Computer) Aber das erstaunlich ist, das Castlevania 3 einfach nicht frustriert, man freut sich eher über jeden geschafften Level, jeder neue Level ist direkt wieder ein Erlebnis und es macht einfach Spaß diese Welt zu erforschen. Das liegt natürlich an der für NES-Verhältnisse richtig guten, abwechslungsreichen und schönen Grafik und vor allem den tollen Hintergründen. Genauso wie die Grafik überzeugt auch die Musik, die ebenfalls abwechslungsreich ist. Lediglich die Soundeffekte finde ich nicht so gut gelungen, vor allem der schrille Ton der immer kommt, wenn man einen Endgegner besiegt hat und das Spiel die Herzen in Punkte umwandelt nervt ganz enorm. Castlevania III: Dracula’s Curse ist einer der ganz großen Klassiker auf dem NES und hat diesen Ruf trotz einiger Steuerungsmankos auch zu Recht. Es spielt sich gut, es sieht gut aus, es klingt gut und es macht einfach großen Spaß und da es nicht zu einfach ist, wird man trotz Passwortfunktion einige Zeit mit diesem Titel verbringen. Eben einfach ein Pflichttitel, den man gespielt haben muss. Publisher: Konami Developer: Konami Erscheinungsjahr: 1989 Erschienen für: NES Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Hoch 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 9/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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