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Holy Diver PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
16.03.2007

Auf manche Spiele wird man tatsächlich nur durch den Titel aufmerksam und Holy Diver ist wohl das beste Beispiel. Hier denkt man ja sofort an den Song bzw. das Album von Dio und fragt sich, ob das Spiel damit wohl eine Verbindung haben könnte. Allerdings scheint dem wohl nicht so zu sein. Wäre es ein offizielles Spiel zum Album gewesen, wäre es wohl weltweit erschienen. So aber blieb Holy Diver in Japan und dank der japanischen Sprache weiß ich nun nicht mal, worum es in dem Spiel geht.
Produziert wurde das Ganze von Irem, erschien 1989 und ist ausnahmsweise mal kein Space Shooter, sondern ein Jump n’ Run, das sich scheinbar sehr stark bei Castlevania bedient hat. Der Spielfigur kann man dann tatsächlich ein wenig Ähnlichkeit zu Dio beschreiben, was zumindest die Farben der Kleidung und der Haare betrifft, obwohl die Figur auf der Cartridge und der Schachtel völlig anders aussieht. Vielleicht wollte man tatsächlich was mit Dio machen, was schlussendlich nicht klappte und so hat man das noch schnell umgebastelt. Denn auch die ersten Gegner, die man sieht, Kapuzenträger in Rot, kommen im Musikvideo von Holy Diver vor.

Wie gesagt, weiß ich von der Handlung nicht viel, aber es geht wohl mal wieder um den Kampf Gut gegen Böse, in dem ein böser Bösewicht mit seiner bösen Monsterarmee wohl was bedroht und von all den Menschen, die so in der Welt leben, ist genau einer gut genug, um sich gegen diese Übermacht zu stellen - und die Übermacht ist riesig.
Nach dem Spielstart darf man erstmal einen großen Baum runterhüpfen und landet dann gleich in einem Dungeon. Massenweise Gegner tauchen auf, das Problem ist hierbei das tatsächlich die Gegnermassen erst wieder aufhören, wenn man sich nach links weiter bewegt, bleibt man einfach stehen, kann man ungefähr 43000 Gegner abschießen. Als Waffe hat man erstmal nur einen kleinen Feuerball mit begrenzter Reichweite. Das stört spätestens dann, wenn das erste fliegende Monster auftaucht, das schwebt außerhalb der Reichweite der Feuerbälle, nur um dann plötzlich anzugreifen und das meist so schnell, dass man gar nicht 2x auf ihn schießen kann. Unterstützt wird der Flieger dabei meist noch von anderen Gegnern, die gerne auch mal gleichzeitig aus 2 Richtungen kommen. Mitunter wird das Spiel also frustrierend schwer, aber das ist man irgendwie von Irem gewohnt. Die haben es nie fertig gebracht, ein faires Spiel zu entwickeln.

Kommt man dann überhaupt mal weiter im Spiel, wartet schon der erste Endgegner, wieder ein harter Brocken. Aber besiegt man ihn, bekommt man tatsächlich einen Zauberspruch. Magische Waffen hat man nämlich auch eingebaut und nach jedem geschafften Level gibt es eine davon. Bei Bezeichnungen wie Blizzard und Thonder (Sie meinen wohl Thunder) weiß man auch gleich, worum es geht. Leider verbrauchen diese Waffen aber auch Energie, so dass man sie nur an bestimmten Punkten einsetzen sollte. Durch sie wird das Spiel aber auch etwas einfacher.
5 Level bietet das Spiel, aber dank dem Schwierigkeitsgrad ist Holy Diver kein Spiel, das man in 10 Minuten durch hat.

Grafisch sieht das Spiel für das NES sehr hübsch aus. Es gibt weder Grafikfehler noch das Flimmern, mit dem sich die meisten Spiele herumschlagen müssen. Die Level sind ganz ordentlich detailliert und die Figuren sind nett gezeichnet.
Die Musik ist auch recht gut gelungen, hier gibt’s den typischen Fantasysound. Der passt ja auch jeden Fall gut zum Spiel. Bei den Soundeffekten kriegt man dann noch das typische Gepiepse der 8-Bit Ära zu hören.

Holy Diver ist an sich ein ganz netter Castlevania Klon, der hübsche Grafiken bietet, aber hauptsächlich eben durch den immens hohen Schwierigkeitsgrad auffällt. Da es nur in Japan erschienen ist, ist das Spiel aber auf jeden Fall für Sammler interessant.

Publisher: Irem
Developer: Irem
Erscheinungsjahr: 1989
Erschienen für: NES
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Sehr Hoch

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Grafik7,5/10  Spielspass
Sound7/10
7,5/10
Gameplay 7,5/10
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