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Knight Rider PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
09.02.2010

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Knight Rider, die Abenteuer von Drunken-Hoff und seinem sprechenden Auto, ist wohl eine der größten Kultserien überhaupt. Erst 1989 erschien dann ein Videospiel, als die Serie schon längst eingestellt war.

Böse Terroristen haben einen Armeestützpunkt überfallen und bedrohen wohl nun die Welt. Michael Knight macht sich mit Kitt auf die Jagd. Das ist sogar noch weniger Handlung als eine typische Folge bietet.

Der erste negative Punkt kommt schon beim Titelbild: Kitt sieht merkwürdig verformt aus und es dudelt eine merkwürdige Melodie aus den Lautsprechern. Für das originale Knight Rider Lied hat das Geld wohl nicht mehr gereicht. So wird man direkt mal schlecht eingestimmt. Es gibt zwei Spielmodi: Mission und Drive.
Drive ist mehr oder weniger der „Fahr einfach mal so rum und schau dir die Landschaft an“-Modus. Laut dem Handbuch zum üben.
Mission ist dann das eigentliche Spiel. Von Devon Miles wird man auf die Mission vorbereitet, dann darf man KITT tunen(Schutzschild, Turbolader und Waffen) und es geht auf die Straße. War KITT in der Serie noch ein unzerstörbares Supervehikel, ist es auf dem NES nur noch eine bedauernswerte Witzfigur. Das Auto ist schneller kaputt als man Goliath sagen kann. Dafür hat es aber plötzlich Raketen und ein Maschinengewehr. Man merkt schnell, dass man es hier eigentlich nur mit einem Roadblasters Klon zu tun hat, dem man noch schnell eine Lizenz drübergelegt hat, damit es sich wenigstens ein paar hundert Mal verkauft.
Denn abseits vom Titelbild sieht man Michael Knight gar nicht, es wird auch nur rumgefahren und Devon Miles und Bonnie sieht man auch nur in zwei Bildschirmen.

Man fährt dabei in First Person durch die Gegend, das Armaturenbrett wurde halbwegs originalgetreu nachgebildet, wobei KITTs Scanner plötzlich den Platz gewechselt hat. Man fährt los und nun geht es darum, alle roten Fahrzeuge abzuschießen und die blauen in Ruhe zu lassen. Zerstört man ein blaues Fahrzeug, wird Zeit abgezogen und das Zeitlimit, das man für jede Stage hat, ist sowieso schon irre knapp. Ballern, schnell rasen und dann noch aufpassen, dass man nicht in Bäume kracht, die am Streckenrand stehen. Dazu feuern manche Fahrzeuge zurück oder es taucht ein Hubschrauber auf, dem man praktisch nicht ausweichen kann. Macht das Spaß?

Nicht wirklich. Das liegt auch an der Steuerung, die schlecht reagiert. Dann ist das Gamepad auch noch überladen. Gas gegeben wird mit dem Steuerkreuz, man muss es nach oben drücken. Gebremst wird, in dem man nach unten drückt. Lenken muss man auch noch und hier versagt diese Technik, da man nur schwer oben und links und rechts gleichzeitig so drücken kann, das es klappt. Mit Taste A wird geschossen und B ist der Turboboost mit dem man rumspringen kann. Zumindest das haben sie aus der Serie genommen, wobei bei der engen Straß und dem vielen Verkehr der Ski Mode wesentlich sinnvoller gewesen wäre.

Sowieso weiß man eigentlich nie so genau, ob man an den Fahrzeugen nun vorbei kommt oder voll auf sie kracht. Das Cockpit von KITT füllt die Hälfte des Bildschirms aus, die Straße ist wesentlich kleiner und durch die verzerrte Perspektive hat man den Eindruck, man fliegt in die Straße rein, zumal die anderen Fahrzeuge auch sehr klein sind.

Hat man ein Levelende erreicht, darf man wieder einen Punkt für das Tuning ausgeben und es geht zur nächsten Mission. Quer durch die USA wird gefahren, bis man irgendwann am Ende ist.

Grafisch sieht das ganze auch nicht gut aus. Es flackert an allen Ecken, es gibt einige Grafikfehler. Neben der Straße ist meist nicht viel los, außer einige Bäume und Pfosten gibt es nichts zu sehen und auch die Hintergründe sind nicht gerade spannend. Zwar fährt man mal einer Stadt entgegen und später einigen Bergen, aber hübsch ist das Ganze nicht.
Die Musik dudelt ganz nervig vor sich hin und die Soundeffekte sind grässlich. Vor allem das rauschen, das bei den Textmeldungen von Devon erklingt, nervt tierisch.

Knight Rider ist wieder mal typischer Lizenzmüll und eigentlich genau das, was man von Acclaim erwartet. Das ist schade, denn die Serie gibt doch eigentlich genug spaßiges Material für ein gutes Spiel her. Aber durch die ungenaue Steuerung, den hohen Schwierigkeitsgrad gepaart mit dem engen Zeitlimit, macht das einfach keinen Spaß. Da spielt man lieber Roadblasters, das hat mehr zu bieten.

Publisher: Accalim
Developer: Pack-in Video
Erscheinungsjahr: 1989
Erschienen für: NES
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Hoch

Grafik6/10  Spielspass
Sound5/10
3,5/10
Gameplay 3/10

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