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New Ghostbusters II? Schon ein ungewöhnlicher Titel, der allerdings daher rührt, dass es eben schon ein Ghostbusters II Videospiel für das NES gab. Dieses war ziemlicher Schrott und so machte sich HAL Laboratories daran, ein neues Spiel rund um die Geisterjäger zu entwickeln. Dieses erschien nur in Japan und Europa. Gefolgt wird natürlich dem Plot des Films und so muss man gegen Vigo kämpfen. Wobei man sich natürlich erstmal zu ihm durchschlagen muss. Was ich schon direkt zu Anfang nicht verstehe, ist, dass man das Optionsmenü nur über eine Tasteneingabe (A+B+Start) erreichen kann – es gibt keinen Menüpunkt. Hier kann man den üblichen Soundtest machen und den Schwierigkeitsgrad ändern. Dann wählt man erstmal seine Geisterjäger. Zur Auswahl stehen alle vier und Louis. Zwei muss man wählen und dann geht es auch schon direkt los im Gerichtsgebäude. Das Spiel ist ein Actionspiel aus der Vogelperspektive. Man steuert den ersten Geisterjäger, der andere rennt treudoof hinterher. Taste A feuert das Protonpack ab, Taste B veranlasst das CPU-gesteuerte Anhängsel dazu, die Geisterfalle auszuwerfen und zu aktivieren. Und damit wären wir auch schon beim ersten großen Kritikpunkt: Die KI. Der computergesteuerte Kumpane, bleibt nur allzu oft an Ecken stehen oder will sich auch nach 10 Versuchen nicht in die Blickrichtung der Spielfigur 1 drehen. So passiert es verdammt oft, dass man einen Geist gefangen hält, aber man ihn nicht einfangen kann, da Geisterjäger Nr. 2 die Falle in alle Richtungen wirft, nur nicht in die, wo das Gespenst ist. Viele Leben verliert man auf diese Weise, da einige der Gruselwesen, auch wenn sie ihm Strahl gefangen sind, lustig weiter mit Gegenständen werfen. Das nervt. Wir alle wissen natürlich, was hier Abhilfe schaffen könnte und das ist natürlich ein Zwei Spieler Modus, aber den gibt es erst gar nicht. Warum weiß wohl niemand, denn wenn man schon ein Spiel erstellt, wo man immer im Team unterwegs ist, liegt nichts näher als einen Coop Modus einzubauen. Zurück zum Spiel. Im Gerichtsgebäude kämpft man sich von Raum zu Raum, wobei man jeden erstmal von allen Geistern bereinigen muss, dann zeigt ein Pfeil an, wo es weitergeht. Also selbst, wenn es in einem Raum mehrere Türe und Gänge gibt, ist das Spiel absolut linear. Dies ist auch bei den Gegnern der Fall, denn die tauchen immer an den gleichen Stellen auf und bewegen sich immer in den gleichen Linien. Das Fiese hierbei ist, dass die Gegner sehr wohl diagonal durch die Gegend gruseln können, die Spielfiguren aber auf die normalen 4 Himmelsrichtungen festgebunden sind. Manchmal richtet sich der Protonenstrahl dann automatisch ein wenig schräg aus um Geister gefangen zu nehmen, aber das klappt oft genug auch einfach nicht. Während man selbst nach einem Treffer (Durch Geisterberührung oder einen geworfenen Gegenstand) tot ist und somit ein Leben aufgebraucht hat, ist Spielfigur 2 im dauerhaften God Mode, zum Glück, denn wie gesagt ist die KI so schlecht, das man ansonsten wohl keine 5 Minuten erleben würde. Hat man sich im Gerichtsgebäude bis zum großen Saal vorgekämpft, muss man gegen die Scoleri Brüder kämpfen. Danach geht es in den Zugtunnel und man kämpft auf einem Geisterzug gegen Slimer. Die weiteren Level umfassen Peters Appartementgebäude, den Untergrund mit dem Schleimfluss und das Museum als Abschluss. Einige Level sind recht lang, vor allem Peters Appartementgebäude will gar kein Ende finden, hat aber dafür auch keinen Endbosskampf, sondern zeigt nur in einer Sequenz wie Janosz das Baby von Dana stibitzt. Leider gibt es eben nur 5 Level und dann den finalen Kampf gegen Vigo, so ist das auch trotz längerer Level, recht schnell durchgespielt. Mit etwas Übung kann man das Ganze in unter einer Stunde durchspielen. Genauso abwechslungsreich wie das Levelsetting, sind auch die Gespenster. Von kleinen rosa Blobs, die ein wenig an die Tribbles von Star Trek erinnern, geht es weiter zu Jack o‘ Lantern mit Sense, Goblings, Ghouls, Ninjagespenster und selbst der Geisterjogger aus dem Film taucht auf. Die Bosskämpfe sind recht spannend gestaltet. Bei den Scoleris muss man beispielsweise einen der beiden erstmal dauerhaft mit Strahlen befeuern, bis er seine Farbe wechselt, erst dann kann man ihn gefangen nehmen. Die Grafik ist im Comicstil gehalten, die Geisterjäger haben große Köpfe mit kleinen Körpern. Alles ist recht farbenfroh und abwechslungsreich inszeniert, auch wenn teilwese die Farbwahl mehr als fragwürdig ist. So ist Winston grün und das sieht einfach bizarr aus, aber vielleicht ist ihm auch einfach nur schlecht. Auch Slimer sieht in seiner türkisen Farbe etwas merkwürdig aus. Leichtes Geflacker tritt natürlich auch auf, aber das ist typisch für das NES. Das Titellied der Ghostbusters darf natürlich nicht fehlen, auch die restliche Musik ist sehr flott inszeniert und wird nie wirklich nervig. Die Soundeffekte sind recht minimal, vor allem der Soundeffekt der immer kommt, wenn man stirbt, nervt aber schon ein wenig. Gegenüber den ersten beiden grässlichen Ghostbusters Spielen auf dem NES, ist New Ghostbusters II eine klare Steigerung und steht unter den Spielen zu diesem Franchise im oberen Drittel, wobei das eben nicht viel sagen muss. Das Spiel macht schon Spaß, hätte aber durch mehr Level, eine bessere Partner KI und vor allem einem Zwei Spieler Modus richtig genial werden können. So ist es eben nur ein ganz nettes Spiel, mit kleinen Frustmoment, das sich aber vor allem Fans der Geisterjäger ansehen sollten. Publisher: HAL Laboratories Developer: HAL Laboratories Erscheinungsjahr: 1990 Erschienen für: NES Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar 
| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 7,5/10 | | Gameplay | 8/10 |
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