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Panic Restaurant PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
01.04.2007

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Unter dem  Titel würde man heutzutage wohl eher einen Restaurant Tycoon erwarten, aber damals, in den 80ern hatten die Entwickler noch den Mut, wirklich ausgefallene Spiele zu kreieren.
Panic Restaurant ist eines davon. Man spielt einen Koch und Restaurantbesitzer und da dieser recht erfolgreich ist, hat er natürlich einen Feind. Dieser übernimmt kurzerhand das Restaurant von unserem Helden und will diesen natürlich noch vernichten. Zu diesem Zweck hetzt er uns Lebensmittel auf den Hals. Mutierte Lebensmittel. Mit Gesichtern.

Der Originaltitel des Spiels ist Naughty Kokkuns Gourmet World. Natürlich kommt so ein Spiel aus Japan. Die japanische Fassung unterscheidet sich dann von der weltweit veröffentlichen auch ziemlich. Schon unsere Spielfigur sieht ganz anders aus, für die „westliche Welt“ hat man auf einen eher traditionell aussehenden Koch mit Bart und Mütze gesetzt, während es im Original ein typischer Japanocharakter ist. Dieser hat Anfangs auch nicht eine Pfanne als Waffe, sondern beseitigt die Gegner mit einem Kopfstoss. Waffen gibt es erst später. Das waren aber auch schon die größten Unterschiede.

Natürlich ist Panic Restaurant ein Jump n’ Run. Von Links nach Rechts geht es zum Levelende, in späteren Abschnitten gibt es dann auch mal Leitern und Aufzüge. Ab und zu findet man auch eine Leiter, die zu einem Bonusspiel führt. So zum Beispiel Catch the Fish, bei dem man mit einer Hand Fische, die aus dem Wasser hüpfen fangen muss, dabei aber aufpassen, dass man keinen schwarzen greift. Ansonsten ist das Leveldesign nicht überragend aber zumindest guter Durchschnitt.
In den Levels sammelt man brav Münzen, die von Gegnern hinterlassen werden. Am Levelende kann man diese für einen Spielautomaten verwenden, um hier z.B. Extraleben zu gewinnen.

Dann haben wir hier die Gegner. Lebensmittel. Karotten, die aus dem Boden hüpfen, mürrisch dreinblickende Currywürste und schlafende Zwiebeln, die sich beim ersten Treffer häuten, dann ganz klein sind, weinen und erst durch einen weiteren Treffer erledigt sind, sind dabei nur der Anfang. Endgegner gibt es natürlich auch. Der erste ist z.B. eine Popcornpfanne, die man anschießen muss, dabei lädt sie sich aber auch auf und feuert seinerseits mit Popcorn.
Natürlich darf man hierbei keine KI erwarten, die Gegner haben alle ein bestimmtes Verhaltensmuster und laufen z.B. stur so lange nach links, bis sie auf ein Hindernis stoßen und ändern dann ihre Laufrichtung. Aus dieser misslichen Lage sollte man sie schnell befreien und dazu braucht es Waffen. Diese sind natürlich Küchenutensilien wie Pfannen, Teller oder große Kochlöffel.

Grafisch sieht Panic Restaurant sehr schick aus, aber das kann man auch erwarten bei so einem spät erschienen Titel. Die Level sind schön gestaltet und das Scrolling ist flimmerfrei. Richtig genial sind die Animationen, wenn die Karotten mit den Armen wedelnd aus dem Boden hüpfen oder die Spielfigur ein Leben verliert. Sehr witzig gemacht, das Ganze.
Die Musik ist dann wieder recht normaler Jump n’ Run Sound. Ganz nett, aber nicht genial.

Panic Restaurant ist ein lustiges, ausgefallenes Jump n’ Run, das auch abseits der Thematik doch zu den gelungeneren Spielen dieser Gattung auf dem NES zählt.
Schade ist lediglich, dass dieses Spiel nicht gerade umfangreich ist und nur 6 Levels bietet. In Verbindung mit dem leichten Schwierigkeitsgrad, kann man dieses Spiel in weniger als einer halben Stunde durchspielen. Aber so lange macht das Spiel eben zumindest Spaß.

Publisher: Taito
Developer: Taito/Disco
Erscheinungsjahr: 1992
Erschienen für: NES
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Leicht

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Grafik8/10  Spielspass
Sound6/10
7/10
Gameplay 7/10
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