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Predator PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
15.12.2007
Und wieder mal wird sich mit einem NES Spiel beschäftigt, das auf einem Arnold Schwarzenegger Film basiert. Dieses Mal erwischt es den Film mit dem hässlichen Predator.
Dieses Mal versucht sich Activision daran.

Das Intro erzählt praktisch den Film. Major Dutch und seine Truppe landen im Dschungel, das Camp wird ausgeräuchert, dann schlachtet sie der Predator ab. Das Ganze unterlegt von 3 nicht wirklich spektakulären Bildchen.
Dann geht es auch schon im Spiel und sofort hat das alles nichts mehr mit dem Film zu tun. Man rennt durch den Dschungel und schlägt oder schießt Skorpione und Soldaten kaputt. Nebenbei hüpft man noch über Plattformen, wobei sich hier die schwammige Steuerung schon arg negativ bemerkbar macht.
Zumindest die Idee, dass es in den Levels Abzweigungen gibt ist nett. Oben entlang ist es meist einfacher, unten schwerer. So zeigt sich das schon an der ersten Weggabelung, wo man unten erstmal sein MG verliert, dafür die Handgranaten kriegt und dann minutenlang mit diesen versucht eine Steinmauer kaputt zu machen. Das dumme an den Granaten ist, dass man sie nur mittelweit werfen oder legen kann. Am Boden entlang rollen ist eben so wenig möglich, wie gezieltes werfen. Als wäre das nicht genug, wird man auch noch mit ständig respawnenden Gegnern belästigt.

Neben dem Dschungel ist man hauptsächlich in Höhlen unterwegs, wo man zumeist gegen Fledermäuse oder Kugeln spukende…was auch immer das sein sollen, Killerpflanzen oder so etwas in der Richtung. Am eigentlichen Gameplay ändert sich die 30 Level über aber nichts.
Immer wenn ein Stagewechsel bevor steht, kommt der so genannte Big Mode Level. Hier ist unsere Spielfigur ungefähr 50x größer, alles ist riesig und man muss ihn an Hindernissen vorbei dirigieren. Nebenbei muss man Blasen zerstören, die manchmal Waffen oder andere Bonusitems hinterlassen. Dann taucht da auch manchmal der Predator auf, den man ungefähr 3x treffen muss, damit er stirbt. Der Predator taucht genauso manchmal einfach so am Levelende auf. Auch hier ist er keine große Gefahr. Im Prinzip steht er entweder dumm da und lässt sich abschießen oder hüpft immer von einer Stelle auf die andere. Man hat schon fast Mitleid mit dem armen Maskenträger.

Leider ist das Spiel nicht sonderlich abwechslungsreich, hinzu kommt die vermurkste Steuerung und die Waffen, die nicht viel taugen. Das MG hat kein Dauerfeuer, es werden immer 2 Kugeln abgefeuert, dann eine kurze Pause. Die Handgranaten, wie schon gesagt, sind nutzlos und  die beste Waffe ist eine Art Laser, mit dem man dann aber schon wieder viel zu stark ist.
Hinzu kommt die Steuerung. Diese ist schwammig, die Sprünge sind schlecht steuerbar und es ist sehr schwer, aus dem Sprung heraus einen Gegner zu treffen, weil die Tasten sehr schlechte Reaktionszeiten aufweisen.

Auch technisch ist das Spiel keine Offenbarung, selbst Contra sieht um einiges besser aus. Das „beste“ ist aber das Arnie in Spriteform. Nicht nur, dass er rosa Kleidung anhat, seine Animation beim laufen muss man gesehen haben. Ansonsten unspektakulärer Durchschnitt.
Die Musik ist in Ordnung, daran kann man nichts aussetzen. Die Soundeffekte sind auch okay.

Predator hätte eigentlich ein gutes Spiel werden können, wenn man gleich eine Contra Kopie draus gemacht hätte. So aber ist das Spiel einfach zu lang und hat keine besonders herausragenden Features. Die schlechte Steuerung sorgt dann dafür, dass kein wirklicher Spielspaß aufkommen mag.
Das Beste ist allerdings, dass dieses Spiel in Deutschland indiziert wurde…

Publisher: Activsion
Developer: Activision
Erscheinungsjahr: 1989
Erschienen für: NES, C64, Atari ST, Amstrad, Amiga, ZX Spectrum
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Mittel


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Grafik5/10  Spielspass
Sound5/10
4/10
Gameplay 4/10

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