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Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Arcade Game PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
28.03.2010

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Die Schildkröten geben sich auf dem NES zum zweiten Mal die Ehre. Nachdem der erste Teil ja alles andere als gut war, sich aber prächtig verkaufte, weil damals Ende der 80er eben die Turtlemania  herrschte, war es ja klar, dass Konami sich dieses Geldbad nicht entgehen lassen würde. Anders als inTeil 1 setzte man beim Nachfolger auf ein ganz bewährtes Konzept: Beat ‘em Up und wie man am Untertitel erkennen kann, ist es eine Automatenumsetzung.

Die Handlung ist simpel: Die Turtles bemerken, dass April O’Neils Wohnung brennt und machen sich sofort auf um nachzusehen, was da los ist. Das dahinter nur Shredder mit seinem Footclan stecken kann, ist ja klar. Also wird sich sofort auf die Jagd nach dem metallischen Bösewicht gemacht. Die Handlung wird in kleinen Cutscenes fortgeführt, während man sich durch New York prügelt.

Vor dem Spielstart allerdings wählt man erstmal einen der vier Turtles aus. Wirklich große Unterschiede gibt es dabei nicht, lediglich die Farbe und die Waffe unterscheiden sich. Während alle Waffen gleichstark sind, haben Leonardo und Donatello kleine Vorteile bei der Reichweite.
Auch zu zweit darf man natürlich an den Start gehen, leider aber nicht mit mehr Mitspielern, was bei der Automatenvorlage noch möglich war.
Dafür bietet die NES Version mehr Inhalt. Es geht durch insgesamt sieben Level, wobei einer komplett NES-exklusiv ist und die anderen 6 überarbeitet und verlängert wurden. Auch wenn das verlängern nicht gerade von Vorteil war, denn so ziehen sich einige Stages doch etwas ermüdend dahin. Man kann sich eben nur durch und so und so viele Feinde prügeln, ehe es etwas öde wird. Den Großteil der Feinde machen natürlich die Footsoldier aus. Diese stürmen in unterschiedlichen Farben auf den Screen, wobei man anhand jener ablesen kann, welche Waffen sie einsetzen. So sind die normalgefärbten unbewaffnet, während die gelblichen mit Dynamit werfen, andere haben Waffen dabei. Zum Glück trifft man dann und wann aber auch noch auf andere Feinde, wie die Mouser, Schneemänner oder gar Tiger. Aber natürlich dürfen auch Krang, Beebop und Rocksteady nicht fehlen.

Das Gameplay ist sehr einfach und das ist etwas schade, da man doch etwas mehr hätte bieten können. Die Steuerung ist simpel, mit einer Taste zum springen und eine für den Angriff. Es gibt einen Standardangriff, einen Sprungangriff und einen Special Move, der natürlich am durchschlagendsten ist und immer eingesetzt werden sollte. Der Angriff aus dem Sprung ist etwas gewöhnungsbedürftig, da die Turtles wohl Training von Fröschen erhalten haben und verdammt hoch und weit springen können. Anfangs bin ich zumindest fortlaufend gekonnt über die Feinde gesprungen als sie zu attackieren. Erst mit der Zeit fand ich dann heraus, dass man die Schildkröten im Flug steuern kann und Timing mal wieder alles ist. Dafür kann man aber mit etwas Geschick auch 2 Gegner mit einem Angriff umhauen.
Extrawaffen gibt es nicht, in einigen Abschnitten stehen aber Gegenstände herum, die man einsetzen kann. So attackiert man einen Hydranten wenn Feinde davor stehen. Diese werden nass und nehmen dadurch Schaden. Auch kleine Pylonen oder Pfosten werden schnell zu tödlichen Waffen umfunktioniert.
Am Ende jeder Stage wartet dann natürlich ein Endboss, wie beispielsweise der mutierte Baxter Stockman. Diese sind sehr herausfordernd, das sie mitunter bis zu 30 Treffer einstecken, ehe sie mal das Zeitliche segnen.
Der Schwierigkeitsgrad ist generell recht herausfordernd. Das liegt an mehreren Dingen. Einerseits ist die Kollisionsabfrage nicht ganz perfekt, gerade bei den Endbossen, aber vielleicht wird da auch gecheatet. Die Lebensenergieauffüllenden Pizzas findet man sehr selten und es gibt nur alle 200 Punkte lang ein Extraleben. Ein Gegner bringt einen Punkt, egal ob das ein 08/15 Roboter oder ein Stageboss ist. Aber so rennt man wenigstens nicht in kürzester Zeit durch das Spiel.

Die Level sind recht abwechslungsreich gestaltet. Von Aprils Wohnhaus geht es durch die Straßen New Yorks in den Abwasserkanal zur NES-exklusiven Schneewelt über einen Highway bis zum Technodrome. Auf dem Highway wird man von Fahrzeugen und Motorrädern attackiert und darf dann selbst auf einem Skateboard über die Straße jagen. Das ist schon die größte Abwechslung, die man in diesen Levels geboten bekommt.

Grafisch ist das Spiel ganz nett. Das starke Flackern ist typisch für die Konsole, dafür sind die Figuren recht ordentlich dargestellt, auch die Levels sind detailreich. Vor allem das Feuer, das den unteren Bildschirmbereich in Level 1 ausfüllt sieht recht gut aus.
Musikalisch gibt es die Turtles Musik die man aus der Zeichentrickserie kennt. Die 8-Bit Versionen klingen recht nett. Die Soundeffekte sind ebenfalls gut.

Besser als der erste Turtles Teil ist dieser in jedem Fall. Trotzdem ist Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Arcade Game kein absoluter Hit. Es fehlt einfach ein wenig an Abwechslung und kürzere Levels wären lobenswert gewesen. Aber zu zweit kann das Spiel dann doch überzeugen, da macht es einfach Spaß, sich durch die Footsoldier zu prügeln und dann Shredders Metallschädel zu zerdellen. Da es auf dem NES sowieso nur wenige gute Beat ‘em Ups gibt, sollte man sich dieses also doch nicht entgehen lassen, wenn man mitspielbereite Freunde hat.

Publisher: Konami
Developer: Konami
Erscheinungsjahr: 1990
Erschienen für: NES, Arcade, PC, Amiga, Amstrad CPC, Atari ST, C64, ZX Spectrum
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Mittel-Hoch

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Grafik7/10  Spielspass
Sound8/10
6,5/10
Gameplay 7/10
Multiplayer 7,5/10

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