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Castlevania ist eine der bekanntesten Spielereihen. Über 20 Teile und diverse Spin-offs sind bereits erschienen. Akumajou Dracula X: Chi no Rondo erschien im Jahr 1993 für das PC Engine, genauer gesagt für das Super CD-Rom und es erschien nur in Japan, was heutzutage dafür sorgt, dass es einerseits niemand kennt und andererseits dass man bei Ebay meist 100 oder sogar mehr € (eingeschweißte Versionen gehen sogar locker mal für 350€ weg) dafür zahlen darf. Eine Art Remake erschien 1994 für das SNES weltweit unter dem Titel Castlevania: Dracula X und mit diesem Teil hat Konami gleich gezeigt, was man alles falsch machen kann. Es ist definitiv einer der schlechtesten Castlevania Teile. Kommen wir also schnell zurück zu Rondo of Blood, wie man den Untertitel ins englische übersetzen könnte.
Die Handlung dreht sich um Dracula, der mal wieder auferstanden ist und gleich mal 4 Frauen aus dem nahegelegenen Dorf entführt. Unter ihnen befindet sich auch Annette, die Freundin von Richter Belmont. Dieser macht sich natürlich sofort auf zur Rettung.
Schon beim Spielstart macht Konami gleich klar, warum sie auf CD setzen. Ein extrem gelungen gezeichnetes Intro und deutsche Sprachausgabe bilden das Intro. Die deutsche Sprachausgabe überrascht erstmal, aber das ist man von den Japanern eigentlich schon gewohnt. Im weiteren Spielverlauf wird dann japanisch gesprochen. Um es auch gleich noch vorweg zu nehmen, die Musik von diesem Spiel ist neben der von Symphony of the Night mit Abstand die genialste der gesamten Serie. Auch wenn sie im Gegensatz zu anderen Teilen eher ein wenig in die Poprichtung geht, während es ansonsten ja eher Richtung Progrock geht. Aber das stört hier gar nicht.
Vor dem Spielstart darf man sich im Menü noch einen Speicherpunkt anlegen, der ist wichtig, weil da nicht nur der Fortschritt im Spiel gespeichert wird, sondern auch das eingesammelte Geld. Mit jenem kann man kleine Videos frei schalten, die spezielle Taktiken in dem Spiel z.B. gegen Endgegner zeigen.
Das Gameplay von Castlevania war den normalen Jump n’ Runs ja schon immer überlegen und auch hier ist das keine Ausnahme. Mit einer Taste springt man, mit der anderen setzt man die Kettenpeitsche ein und zusätzlich kann man noch extra aufgesammelte Waffen über die Richtungstaste benutzen. Darunter gibt es Äxte, Kreuze oder Wurfmesser, die man allerdings nur einsetzen kann, solange man genügend Herzen hat. Diese findet man genauso wie die Waffen, hinter Fackeln, die an der Wand hängen und die man einfach zerstört. Je mehr Herzen man hat, desto besser, dann kann man die Extrawaffen auch in einer erweiterten Form einsetzen. Andere Gegenstände gilt es auch zu finden. Normale Schlüssel und das altbekannte Rosarius, das alle Gegner auf einmal tötet, finden sich unter ihnen. Und auf viele Feinde trifft man von der ersten Sekunde an. Auch hier hat man auf Abwechslung gelegt, so dass man nicht 1000x den gleichen langweiligen Gegner ins Jenseits befördern muss. Bei Skeletten, Wasserschlangen und Minotauren hat Konami eh mal wieder ganz genau ins Gruselkabinett geschaut. Sonderlich intelligent sind die Gesellen zwar immer noch nicht, aber ab und zu geben sie sich dann doch die Mühe nicht sofort stur in den Tod zu rennen Natürlich dürfen auch die Endgegner nicht fehlen, diese sind mitunter sehr groß ausgefallen und stellen eine ziemliche Herausforderung dar. Unfair wird das Spiel dabei zu keiner Zeit, denn auch wenn man merkt, dass mit jedem Level der Schwierigkeitsgrad ansteigt, bleibt die ganze Sache immer sehr fair. Im zweiten Level rettet man dann Maria Renard, die kleine Schwester von Annette und mit ihr kann man ab dem Zeitpunkt optional weiterspielen. Sie steuert sich völlig anders als Richter, da sie z.B. einen Doppelsprung beherrscht und bei den Waffen auf Tiere zurückgreift. Allein diese Möglichkeit sorgt ja schon für ein wenig Lanzeitmotivation, da man das Spiel also auch mit 2 Charakteren durchspielen kann, aber das hat Konami wohl noch nicht gereicht. In jedem Level gibt es einen Geheimgang, wenn man den gefunden hat und den Level auf diese Weise beendet, kommt man wieder zurück zum Levelanfang. Allerdings hat sich die gesamte Stage geändert und man befindet sich quasi in einer Paralleldimension. Nicht nur die Hintergründe haben sich geändert, es tauchen auch andere Gegner auf, die auch nicht an den gleichen Punkten stehen, wie in der normalen Fassung. Zusätzlich dazu gibt es noch jede Menge Gruben, die nicht in einer fiesen Falle enden, sondern einen Geheimgang enthalten. Bei dem Spiel gibt es also recht viel zu entdecken.
Genauso wie die Musik weiß auch die Grafik zu überzeugen. Für die PC Engine sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, dass es ein 8-Bit System ist aber grafisch hält das Ganze sogar sehr locker mit 16-Bit Systemen mit. Die Hintergründe sind sehr schön gezeichnet und detailliert. Die Levels unterscheiden sich recht stark, vom brennenden Dorf zu einem Schiff und rein ins Schloss wird viel geboten. Die grafischen Effekte sehen genial aus und auch die Animationen können absolut überzeugen. Die Soundeffekte und Geräusche der Gegner sind sehr sauber aufgenommen, erstaunlich, wo die PC Engine in der Hinsicht sonst immer leicht rauschend daherkommt.
Chi no Rondo ist neben Symphony of the Night der ultimative Teil der Castlevania Saga, viel verbessern kann man eigentlich nicht mehr und so ist dieses Spiel absolute Pflicht für jeden PC Engine Besitzer und den hohen Preis zahlt man für dieses Meisterwerk auf jeden Fall gerne.
Publisher: Konami Developer: Konami Erscheinungsjahr: 1993 Erschienen für: PC Engine Super CD Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 9,5/10 | | Spielspass | | Sound | 9,5/10 | 10/10 | | Gameplay | 9,5/10 |
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