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Alien Shooter 2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.08.2007

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Alien Shooter 2 ist mal wieder ein schönes Beispiel für die Vorgehensweise deutsche Spielemagazine. Das Spiel wirkt altmodisch, ist technisch nicht auf dem neuesten Stand, also setzt sich ein entnervter Redakteur hin, spielt das  5 Minuten und schreibt dann seinen „Test“ und die Wertung ist absurd niedrig. So geschieht es Monat für Monat bei Spielen hinter denen kein großer Name steht oder die nicht mit 43000 Effekten und Millionen Farben daherkommen.

Alien Shooter 2 will ich hier gar nicht hoch loben, denn im Prinzip kann ein Spiel nicht  stupider sein. In der Story geht es um eine Alieninvasion und man muss die beseitigen. Fertig. Man rennt also mit seiner Waffe in eine Horde Aliens und mäht in bester Rambomanier alles platt. Mehr gibt es eigentlich nur selten zu tun. Aufgelockert wird das Spielprinzip durch zahlreiche Gesprächsfetzen, der Tatsache dass man ab und zu mit KI Kollegen unterwegs ist, was mir immer gut gefällt. Fahrzeuge (gut gepanzert und gesichert) gibt es natürlich auch und die üblichen Schaltersuchereien.
Es ist also ein etwas überarbeitetes Alien Breed. Ein Spiel das damals Lobpreisungen erhielt und heute Kult ist. Nicht übersehen darf man dabei, dass dieses Spiel nichts für 3 Stunden am Stück ist, sondern eben die kurze Action für 10 Minuten. Meist dauert eine Mission exakt so lang, an deren Ende hat man 2000-3000 Gegner gekillt, alle Level sind blutig rot und das reicht auch erstmal. Spaß macht das Ganze auf jeden Fall. Denn die Entwickler haben ja versucht interessante Features einzuführen. In den Levels gibt es viel zu sammeln, vor allem Geld. Dieses kann man bei jedem Missionsstart in bessere Waffen (Darunter zahlreiche verschiedene von der Pistole zur Schrotflinte hin zu Flammenwerfer oder Lasergun in verschiedenen Stärken von Langweilig bis so krass, das selbst die BFG wie Spielzeug wirkt), Rüstungen, Munition, Medipaks und zusätzlicher Kram wie Kampfdronen, Lampen und Implantate, welche die Fähigkeiten verbessern. Anfangs kann man nämlich noch nicht viel und so muss man sich erstmal aufleveln um Lebensenergie, Schnelligkeit, Kraft und den Umgang mit Waffen zu verbessern. Hinzu kommen unzählige Geheimverstecke, nämlich 88 am Ende der Kampagne und diese wollen erstmal gefunden werden.
Es gibt viele unterschiedliche Arten von Aliens. Unbewaffnete, bewaffnete und bösartige wie die Raketenwerfertypen die Dauerfeuer haben. Ab und zu hat man es auch mit Sicherheitsdrohnen zu tun und es gibt Teleporter die man zerstören sollte, ansonsten kommen unentwegt Aliens daher.
Die Levels sind recht abwechslungsreich. Mal ist man in einer Forschungsstation, dann in einer militärischen Anlage, auf der Straße oder im Wald.

Der Unterhaltungswert ist eben auf dem eher simplen Niveau. Wenn man sich hinter ein stationäres MG mit unendlicher Munition klemmt und unentwegt die Aliens zulaufen, fühlt man sich schon fast dazu gezwungen laut zu schreien, zu grunzen oder „This is Sparta“ zu rufen, auch wenn das der falsche Film wäre. Wenn man danach durch die Überreste und das Blut rennt, wird der erste Episodentitel von Doom (Knee-deep in the Dead) praktisch zur (virtuellen) Realität.

Neben der Kampagne (die man auch problemlos in etwas mehr als 3 Stunden durch hat) gibt es noch 2 Survivalmodi, wo man dann wirklich auf die Probe gestellt wird und ein Onlinemodus darf heutzutage natürlich auch nicht fehlen.

Gesteuert wird das Ganze recht simpel über WASD und Maus, gezielt wird mit Fadenkreuz. Das ganze erinnert sehr stark an Abuse, was auch der 2D Vorfahre dieses Titels sein könnte.
Technisch ist nicht wirklich toll. Es gibt 2 Auflösungen und an der Grafik kann nur wenig geschraubt werden. Die Explosionen sehen klasse aus, das Blut und die Alieneinzelteile auch, der Rest ist grad noch so Durchschnitt, vor allem die Animationen sind grausam und Isografik ist eben nie optimal wenn es um Übersicht geht. Aber wenn 200 Aliens auf den Spieler zu laufen, achtet man da eh nicht mehr drauf.
Musikalisch wird leichter Metal gebracht, der gut zur Action passt und nicht nervt, die Soundeffekte sind bombastisch und die Sprachausgabe zwar unspektakulär aber nett.

Alien Shooter 2 ist eben ein Budgettitel, daran merkt man ja dass man nicht zu viel erwarten darf. Das Gameplay ist stumpfsinnig aber spaßig, vor allem für alle die eben Alien Breed oder andere Shooter der 80er und frühen 90er kennen. In kleinen Dosierungen überzeugt das Spiel auf jeden Fall.

Publisher: CDV
Developer: Sigma
Erscheinungsjahr: 2006
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1-8
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik5/10  Spielspass
Sound6/10
7/10
Gameplay 6/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.10.2007 )
 
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