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Die Handlung des Spiels ist eine Fortsetzung der Bücher Alice im Wunderland und Alice hinter Spiegeln. Alice hat bei einem Brand ihre Eltern verloren und ihn selbst nur schwer verletzt überlebt. Da sie sich selbst die Schuld an diesem Unfall gibt, zieht sie sich mehr und mehr zurück und wird erstmal in eine Irrenanstalt verfrachtet. Dort ereilt sie der Hilferuf aus dem Wunderland welches sich in einen düsteren und bedrohlichen Ort verwandelt hat. Alice kehrt zurück um nochmals gegen die grausame Herzkönigin zu kämpfen. Während der Reise durch das veränderte Wunderland stößt man auch auf die altbekannten Figuren, wie den verrückten Hutmacher, den weißen Hasen und natürlich die Grinsekatze. Auch diese sehen nun etwas anders aus, aber gerade die Grinsekatze ist durch ihr fieses Aussehen richtig cool geraten. American McGee hat sich wirklich ins Zeug gelegt und eine herrlich abgedrehte Welt mit verrückten Charakteren produziert. Der Spieler übernimmt natürlich die Rolle von Alice aus der 3rd Person Ansicht. Das Ganze könnte man grob als Action-Adventure bezeichnen, man bekämpft viele hartnäckige Gegner, aber es gibt auch einige Rätsel- und Sprungpassagen. Einige der Sprungpassagen sind etwas schwer zu absolvieren, aber das Spiel wird niemals unfair und man kann es mit etwas Übung problemlos bestehen. Die Waffen sind genauso abgedreht, man hat Spielkarten, die Shurikens nicht unähnlich sind, einen Crocketstock oder auch eine Uhr, mit der man einfach die Zeit anhalten kann. Dazu findet man auch zahlreiche andere Gegenstände mit denen man schneller laufen kann oder unsichtbar wird. Grafisch basiert das Spiel auf der Quake 3 Engine und ist auch heute noch sehr sehenswert. Damals war das Spiel grafisch schon sehr beeindruckend und lief trotzdem auch auf schwächeren Systemen flüssig. Die Musik stammt von Chris Vrena, einem Gründungsmitglied von Nine Inch Nails und passt sehr gut zum horrorbetonten Ambiente des Spiels. Die Musik gibt es auch separat als Audio CD zu kaufen, allerdings sind die Stücke hier etwas anders als im Spiel und es fehlen auch einige Songs, wie das Titelstück. American McGee’s Alice ist wohl eines der unterbewertesten Spiele aller Zeiten, da es sich auch direkt nach Erscheinen schlecht verkaufte. Unverständlich, da Alice ein wirklich verdammt gutes und ausgefallenes Spiel ist, das sich von dem 08/15 Müll der damaligen Zeit deutlich abhob und wesentlich mehr Erfolg verdient gehabt hätte. Publisher: Electronic Arts Developer: Rogue Entertainment Erscheinungsjahr: 2000 Erschienen für: PC, Mac Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel
 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 9,5/10 | 9,5/10 | | Gameplay | 9/10 |
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